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Die Rückkehr des Karnickels

Die Älteren werden sich erinnern: die erste Generation des VW Golf, für den nordamerikanischen Markt damals hergestellt in Westmoreland (USA), trug nicht nur recht großzügig dimensionierte Stoßstangen, sondern über den Cinemascope-Rückleuchten auch ein niedliches Karnickel-Logo nebst „Rabbit“-Schriftzug am Heck. Später wurden dann auch noch Scheinwerfer und Kühlergrill verfremdet, aber darum gehts hier nicht. Sondern um das hier:

Neues Rabbit-Logo

Das Viech ist wieder da. Denn der fünfte Golf heißt da drüben nun auch wieder Rabbit. Was einem Europäer komisch vorkommen mag — wie kann man ohne Not das meistverkaufte Auto des Konzerns umbenennen? –, ist da nicht so das Problem: die Amis waren schon immer mehr auf den Jetta, der dort auch immer so geheißen hat, fixiert. Und der einzige richtig erfolgreiche Golf da drüben war, welch Zufall, auch nur der erste — eben der Rabbit.

Ob allerdings die Rückkehr zum alten Namen allein genügt, um den im Gegensatz zum Ur-Golf arg übergewichtigen und verquollen geschteilten Njuh Räbbit wieder zu einem Kultobjekt zu machen? Man weiß es nicht. Ich wär da gefühlsmäßig eher skeptisch, aber andererseits muß man auch bedenken, daß die Zielgruppe eben aus Amis besteht. Den Njuh Bietel haben sie ja auch immer noch wie blöde gekauft, als er hier schon wieder mega-out war.

Und gönnen würd ich’s VW (und den Amis) schon. Denn gegen das, was die sonst so kaufen, ist so ein aktueller Golf gar nicht so furchtbar verquollen und auch ziemlich leicht.

Das einzig wirklich Ärgerliche an der ganzen Sache ist nur, daß die an sich ja nette Idee, jetzt den eigenen Golf mit dem neuen Rabbit-Logo-Karnickel zu verzieren, sich vermutlich genauso schnell bei der Tiefer-Härter-Lauter-Dümmer-Fraktion durchsetzen wird wie die Sache mit dem chinesischen Volkswagen-Schriftzug, und daß man das deswegen als normalintelligenter Mensch leider nicht machen kann. Schade, ich finde das Viech echt knuffig.

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