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Endlager

Und immer mal wieder kocht der Ärger um die Asse, Schacht Konrad und um Gorleben hoch, und jedesmal denk ich mir: ist die Lösung nur zu einfach, oder warum kommen die da nicht drauf?

Es ist natürlich verlockend, den Kram einfach irgendwo in ein tiefes Loch zu kippen, aus den Augen, aus dem Sinn, und fertich. Aber daß das nicht besonders sicher ist, schon gar nicht wenn man stinknormale Stahlfässer einfach so holterdipolter reinwirft, sollte auch dem Dümmsten klar sein, eigentlich. Also muß man doch einfach nur den umgekehrten Weg gehen: die Dinger gehören ans Licht! Also in eine schöne ordentliche Halle, so richtig mit Fundament und Neonlicht, sauber gestapelt und wöchentlich inspektioniert. Und damit das keiner vergißt, und wo das doch sowieso alles so üüü-beeer-haaaupt nicht gefährlich ist für die Anwohner, hätt ich da auch gleich die passende Adresse parat: Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platz, 30159 Hannover.

Für die, die’s nicht wissen (ich hab auch gegoogelt): das ist die Anschrift des Niedersächsischen Landtags.

Das hätte mehrere Vorteile: erstens den erwähnten des Nichtvergessens seitens der Politik, zweitens den, daß da eine Bannmeile drumrum sein dürfte, was unbotmäßige Demonstationen erschwert, und drittens den, daß die örtlichen Polizei- und sonstigen Hilfskräfte eh drauf vorbereitet sein sollten, da notfalls recht schnell einzutreffen.

Und daß unsere Politik dazu endlich mal die eigene Gesundheit einsetzen müßte und nicht nur die irgendwelcher Untertanen in belanglosen kleinen möglichst-weit-weggen Dörfchen, wäre doch auch mal ein schönes Zeichen gegen die Politikverdrossenheit im Lande.

Schöner Traum, oder?

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