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Sibirische Zustände?

Hach, was stöhnen sie alle über die angeblichen sibirischen Wetterverhältnisse in den letzten Tagen. Ja, zugegeben, minus 28 Grad (von denen berichtet wurde) oder auch die minus 19, die ich selber erleben durfte, sind schon eine einschneidende Ansage, wenn man für übliche norddeutsche Winter (also plus drei Grad und Nieselregen) gekleidet ist, was ich in meiner grenzwertigen Intelligenz natürlich auch prompt geschafft hatte; aber Leute, ganz ehrlich: sibirisch ist anders. Sibirisch ist, wenn das Kondensat der eigenen Atemluft Eiszapfen im Bart bildet, Motoren die ganze Nacht durchlaufen müssen (anderenfalls sie einfrören) und die Leute ganz ohne Räum- und Streudienst klarkommen, nicht wie hier, wo die eine Hälfte im leichtesten Schneegrissel schon bloß noch 40 sich zu fahren traut und die andere mit 120 Slalom um die erste fährt und prompt im Graben landet als gefundenes Fressen für die Presse, die mal wieder die „katastrophalen Straßenverhältnisse“ bildlich dokumentieren kann. Komisch, ich bin mit meinem sommerbereiften, natürlich nicht vierradgetriebenen 40-Tonner nur einmal ein wenig ins Rutschen gekommen diesen Winter (toi toi toi), und das war beim Abbiegen auf einen tiefverschneiten Parkplatz, also selber schuld.

Also Leute, spart Euch ein wenig die Panikmache, so schlimm ist es gar nicht da draußen. Und in ein paar Wochen ist eh wieder Frühling.

Hofft jedenfalls
   Euer Dieter Schlabonski.

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