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Der Fluch des öffentlichen Amtes

Ja. Ist der Herr Obama nun ein begnadeter Schauspieler (im Gegensatz zu manch schauspielerndem Amtsvorgänger), oder ist es das Amt selber, das ihn derart verändert hat? Auf einmal will er auch „Terroristen“ ohne Verfahren einbuchten, hält die Vorgängerregierung kompromittierende Folterbilder zurück und gibt sich auch sonst verdächtig bushig. Nach so kurzer Zeit. Erschreckend.

Daß nicht alles, was er im Wahlkampf versprach, goldene Wahrheit werden würde, doch, das war sogar mir klar. Aber der rapide Verfall in Richtung „ganz normaler US-Präsident“ gibt mir denn doch zu denken. Es ist ja eine Sache, den eigenen Pessimismus wieder und wieder gerechtfertigt zu sehen; aber es ist eine andere, wenn auch der eigene Optimismus, selten genug wie er auftritt, dermaßen in den Boden gestampft wird. Schade eigentlich.

„Ich habe nix gegen Amerika. Wunderschönes Land. Das Problem sind die Menschen, die da leben.“ — Volker Pispers

„Seien Sie nicht so streng. Sie sind nicht Sie selbst, wenn Sie so streng sind. Da haben wir es wieder: der Fluch des öffentlichen Amtes.“ — Maude

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