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Und schon ist der Lack ab

Faszinierend. Kaum ein paar läppische Wochen nach der Wahl scheppern schon wieder täglich die Blamagen, Fehlentscheidungen, auffliegenden Wahlkampflügen und abstürzenden Umfragewerte rein. Außenminister, die kein Englisch können, und Entwicklungshilfeminister, die ihr Ministerium vor der Wahl noch für überflüssig hielten; die bahnbrechend neue Erkenntnis, daß es gut für den Wettbewerb zwischen Krankenkassen wäre, wenn die verschiedene Beitragssätze erheben könnten; eine FDP, die nach dem Höhenflug vor der Wahl nun schon wieder fast auf „normale“ Werte zurückfällt (18 plus x, mit x = -6) und über allem wie gehabt „Mutti“ Merkel, betont unbeteiligt wie immer, aber mit den zeitweilig schon verloren geglaubten hängenden Mundwinkeln wie einst. Bisneß äs juschel also, weiterhin Krisenbewältigung auf Pump, dazu hübsche Steuergeschenke wie üblich vor allem für Eltern und natürlich auch auf Pump, man hat nix anderes erwartet.

Man sagt, jedes Volk habe die Regierung verdient, die es gewählt hat. Aber erstens glaube ich trotz allem nicht, daß wir so böse sind, daß wir das verdient hätten, und zweitens hab ich die doch gar nicht gewählt!

Und, ach ja: alle sind furchtbar überrascht vom plötzlichen Absatztief der Autobranche nach Ende der Abfuckprämie und dem Nun-doch-nicht-Verkauf von Opel. Was zumindest zeigt, daß die da oben in Berlin Schlabonskis Welt nicht lesen. Und das wiederum finde ich denn doch beruhigend.

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