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Ein Top Kill für die Umwelt

„Top Kill“ nennen die BP-Manager ihre nach grade mal gut einem Monat überraschend schnell eingeleiteten Versuche, das Leck im Golf von Mexico zu schließen. Und man kuckt so auf die Live-Bilder und denkt sich: Schlimm, schlimm. Wird der Sprit bestimmt bald wieder teurer.

Die großen und ständig größerwerdenden Zahlen vermögen es hingegen kaum, Betroffenheit auszulösen. Wie auch? Wer kann sich denn auch 3,8 Millionen Liter vorstellen?

Schlabonski hilft.

Ein normaler Eisenbahn-Kesselwagen faßt so etwa 50.000 Liter (plus/minus ein paar 10.000, aber egal). Davon kann man mit 3,8 Mio Litern also immerhin sechsundsiebzig Stück vollschütten. Mit anderen Worten: Im Golf von Mexiko fließen zwei Güterzüge voll Öl ins Meer. Pro Tag. Oder anders gesagt: 152 Sattelzüge voll. Knapp alle zehn Minuten einer.

Und wenn das nicht bedrohlich genug klingt, bitte: statt der 3,8 Mio kann man, so man mag, auch 15 Mio einsetzen — das ist die höchste von mir bisher gefundene Schätzung. Das macht dann schon 300 Eisenbahnkesselwagen (oder rund 10 Güterzüge) bzw. 600 Sattelschlepper am Tag: einer alle 144 Sekunden.

Oder auch: etwa soviel Öl, wie Slowenien oder Zypern in derselben Zeit verbrauchen. Oder Hamburg.

Klingt schon ganz anders, oder?

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