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Dreiwertige Logik

Mault mich doch neulich so ein relativ neuer MAN TGS (Lastwagen, für die Nichteingeweihten) an beim Versuch, die Warnblinkanlage einzuschalten: „Warnblinkschalter defekt!“, stand auf dem Display. Geblinkt hat, konsequenterweise, nichts.

Hm.

So ein Warnblinkschalter hat ja gemeinhin eigentlich bloß zwei Stellungen: An und Aus. Wenn er auf Aus steht, heißt das: Der Fahrer will nicht, daß es warnblinkt. Wenn er aber auf An steht, dann sollte es warnblinken, und manchmal sollte es das sogar relativ dringend.

Warum erzählt er uns das, fragt sich der Leser jetzt. Durchaus zu recht.

Aber bei MAN denken sie offenbar anders. Denn um mir sagen zu können, daß der Warnblinkschalter kaputt sei, muß das blöde Auto doch gemerkt haben, daß ich die Warnblinkanlage angeschaltet habe. Wenn es das aber doch gemerkt hat — warum (kruzifixdonnerwetternochamol, um es mal in seiner Sprache zu sagen, es kommt ja zumindest konstruktiv aus Bayern (oder Franken, aber das ist ne andere Geschichte)) — wowarich? Achja: Wenn es das aber doch gemerkt hat, daß ich die Warnblinkanlage eingeschaltet habe, warum blinkt es dann nicht einfach sicherheitshalber erstmal warn?! (Wenn was anderes im Schalter kaputt wäre, z.B. die Kontrollleuchte, könnte es mir das ja außerdem auch noch im Display kundtun.)

MAN. Mist Aus Nürnberg.

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