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Der Mörder mit dem Friedensnobelpreis

Soso, da hat nun also endlich eine Spezialeingreiftruppe der Amis den Herrn Bin Laden in seiner Luxusvilla in Pakistan aufgestöbert und abgeknallt. Und die ganze Welt atmet gleichzeitig auf, weil das personifizierte Böse endlich angeblich jetzt aber wirklich tot ist, und hält die Luft an aus Angst vor möglichen Racheakten.

Und irgendwie kommt’s mir mal wieder so vor, als wär ich der einzige, dem etwas unwohl ist beim Gedanken, Menschen einfach so ohne Gerichtsverfahren zu erschießen. Letzten Endes ist das ein Rachemord, nix weiter. Mit einem Gerichtsverfahren, vielleicht sogar vor dem Internationalen Gerichtshof, notfalls aber auch in den USA, hätten die bei mir mehr Eindruck gemacht, selbst wenn an dessen Ende dann doch die Todesstrafe gestanden hätte.

Aber dabei ist ja immer das Risiko, daß man dem Osama die Urheberschaft an den Anschlägen des 11. September 2001 vielleicht gar nicht hätte nachweisen können. Denn da gibt es ja durchaus so einige Elemente des Zweifels.

Insofern schon praktischer, daß der jetzt vielleicht tatsächlich endlich tot ist. Aber wie das zum Friedensnobelpreis des Typen paßt, der diesen Auftragsmord in Auftrag gab, das muß mir noch mal wer in Ruhe erklären.

Change we can believe in, my ass.

Update: Ach nein, jetzt so im Nachhinein sollten sie ihn ja auch gar nicht erschießen, sondern verhaften. Aber der hat sich gewehrt. Wie ungehörig! Nein, bewaffnet, so geben sie jetzt zögerlich zu, bewaffnet war er nicht. Vermutlich hat er mit Wattebäuschchen geworfen oder sowas.

1 Kommentar

  1. René

    Naja… wenn doch selbst die deutsche Bundeskanzlerin „Freude“ darüber empfindet…

    (http://de.wikinews.org/wiki/Kritik_an_Merkel-%C3%84u%C3%9Ferung:_%E2%80%9EIch_freue_mich%2C_dass_es_gelungen_ist%2C_Bin_Laden_zu_t%C3%B6ten.%E2%80%9C)

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