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Lizenz zum Denken erteilen!

Jaja, ich weiß, Politiker sind auch nur Menschen, und Menschen verplappern sich mitunter, und man sollte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, und blah blah erzähleinenvompferd.

Aber sich verplappern heißt doch eigentlich meist: man sagt Sachen, von denen man nicht hätte zugeben wollen, daß man sie denkt. Und das wirft dann doch ein anderes Licht auf den Herrn Thomas Goppel, seines Zeichens Sprecher der „Christsozialen Katholiken“ in der CSU (huch? Ich dachte immer, bei der CSU sei das Katholischsein quasi Zugangsvoraussetzung, so kann man sich irren). Der faselte nämlich, man solle der Titanic „die Lizenz zum Schreiben entziehen“.

Daß die Titanic so eine gar nicht hat, weil man sowas nämlich in diesem Land auch (noch?) gar nicht braucht — nun, da wird dem Herrn Goppel wohl der Wunsch mit dem Wissen durchgebrannt sein.

Der Anlaß des ganzen Boheis, ein titanic-üblich seichtes, in den Augen einiger sicher auch (ebenfalls titanic-üblich) geschmackloses Scherzlein über den Papst und seine Vatileaks-Affäre, wie auch die Reaktion mit vatikan-üblich humorlosen Mitteln wie einstweiliger Verfügung und Forderung nach Unterlassungserklärung, tritt gegenüber dem wie ich finde doch bezeichnenden Verplapperer als Nachricht in den Hintergrund.

Schon das zweitemal in wenigen Tagen, daß aus der CSU so ein Schwachsinn kommt. Was ist los, normal ist es doch eher die FDP, die sich auf so billige Art zu Gehör bringen muß? Achja. Bald ist in Bayern Landtagswahl. Ich vergaß.

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