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Komm, Hacker, laß Dir helfen

Irgendeine Cripple-Shareware auf dem Atari ST, frühe 90er Jahre, hatte einen Registrierungsdialog zum Eingeben persönlicher Daten und des Schlüssel-Codes, mit dem man sie in die Vollversion freischalten konnte. Neugierig, wie ich bin, gab ich da mal irgendeinen Zahlenwust ein und bekam als Fehlermeldung: „Debuginformation: Falscher Schlüsselcode ‚35984857928734‘. Richtiger Schlüsselcode wäre: ‚98475349579345‘. Hups! Dachte ich mir grinsend, gab 98475349579345 ein und bekam die angemessene und mir auch verdientermaßen zustehende Antwort: „Na Du mußt mich ja für blöd halten!“

Erwischt. 1:0 für Dich, unbekannter Shareware-Autor.

Und, fragt sich nun der Leser? Nette Geschichte (hoffe ich mal), aber wo ist die Relevanz? Na hier, in einem Artikel bei Heise über das ferngesteuerte Öffnen aktueller BMWs:

Waren fast alle Hindernisse für den Einbruch aus dem Weg geräumt, klappte der noch nicht, weil in der Nachricht des Hackers an das Auto die Fahrgestellnummer des angegriffenen BMW fehlte. Doch anstatt die Kommunikation nun abzubrechen, antwortete die Steuerungsbox mit einer Fehlermeldung – als Absender eingetragen: die vermisste Fahrgestellnummer. Damit klappte der zweite Versuch.

Mit anderen Worten: Der unbekannte Atari-Shareware-Autor war zugegebenermaßen nicht so blöd, wie ich dachte — aber ich lag anscheinend trotzdem nicht soo falsch damit, so zu denken, denn bei BMW sind sie auch Jahrzehnte später tatsächlich noch so blöd.

Link gefunden bei Netzpolitik.org.

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