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Links (zwo drei) Vol. 2

  • Zu Charlie Hebdo und den Folgen sollte es hier eigentlich ein Links (zwo drei) Spezial geben. Aber wie das so ist: durch ein wenig Liegenlassen ist da irgendwie auch der Schwung raus jetzt, also lassen wir das und erfreuen uns nur an der wunderbaren Standpauke, die Leo/Gutsch dem Herrn in den Mund gelegt haben. Blasphemie vom Feinsten!
  • Wer nach Muttis Ausstieg vom Ausstieg aus dem Ausstieg aus der Atomenergie das Thema weitgehend zu den Akten gelegt hatte, dem sei dieser kleine Blick zu den Nachbarn anempfohlen. Und dann sind da ja auch noch die Altlasten: wie wärs zum Beispiel mit einem Blick auf die top-gepflegten Abklingbecken von Sellafield? (Englischer Text, aber die Bilder reichen auch alleine.)
  • Aber daß Eltern jetzt erfolgreich die Gemeinde auf Schadenersatz verklagen können, wenn sie trotz Rechtsanspruch keinen Kitaplatz bekommen — das ist doch mal ne gute Nachricht. Oder? Antje Schrupp sieht genauer hin. Spoiler: Nö.
  • Frau Novemberregen hat einen nicht ganz kostenlosen, aber umso wirksameren Tip, wie man sich gegen Supermarktkassen-Vordrängler zur Wehr setzt.
  • Peter Richter hängt an einem wehmütigen Kästner-Gedicht einen mindestens ebenso wehmütigen Text über seine Heimat Dresden auf und spannt den Bogen über die Montagsdemos bis zu Pegida. Groß.
  • Enno Lenze findet ein Foto von sich (also als Fotograf, nicht als Motiv) in allen möglichen Medien und fragt dort nach, ob er dieses Bild vielleicht lizenzieren könne. Und Spiegel Online fällt drauf rein und bietet ihm die Rechte an seinem eigenen Bild zum Kaufe. Hihi.
  • Meine Bank nimmt jetzt 99 Cent pro Überweisung, wenn man sie auf Papier einreicht. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, ob ich das in diesem Jahrtausend schon mal gemacht habe, und verstehe deswegen den mißbilligenden Unterton des Artikels nicht so recht.
  • Aus der Abteilung „Worüber man sich noch nie nen Kopp machte“: Geschichte der Tankstelle in Deutschland. Mit erstaunlich vielen erhaltenen Anlagen jeden Alters, die vielleicht nicht direkt Reiseziele sein mögen, aber als interessanter Unterwegshalt für manch Reise tauglich sein dürften.

In English please:

  • Erinnert Ihr Euch an den Fall Justine Sacco? Die hatte ziemlich üblen rassistischen Blödsinn getwittert, war dann ins Flugzeug gestiegen und hatte bei ihrer Landung einen Mega-Shitstorm am Hals. Sam Biddle brachte mit einem Blogposting den Shitstorm ins Rollen; bei Gawker erzählt er von seiner Begegnung mit seinem „Opfer“, das danach immerhin den Job loswar deswegen. Die Lektion aus dem Ganzen ist folgende:

    When you fuck up on the internet, do nothing. Say nothing. Remain motionless as best you can, no matter how much you want to explain, or argue, or contextualize. Shut up! Just shut up.

  • Matthew Inman aka The Oatmeal durfte in einem autonomen Google-Auto mitfahren und berichtet darüber sehr angenehm: unvoreingenommen und trotzdem enthusiastisch. Ich war ja bisher sehr skeptisch, aber das liegt wohl daran, daß Autos für mich auch Beruf und Hobby sind. Für die meisten Leute aber nicht … und wenn ich irgendwann beim Lastwagenfahren im Netz surfen kann, weil der Laster zumindest von A nach B besser fährt als ich, warum nicht? Abstandsregeltempomat und GPS-gestützte Automatik und so find ich ja auch angenehm. Bis ich aber tatsächlich weder lenken noch kucken muß, wird es aber wohl noch was dauern. Money Quote:

    Even if in a few years self-driving cars are proven to be ten times safer than human-operated cars, all it’s going to take is one tragic accident and the public is going to lose their minds. There will be outrage. There will be politicizing. There will be hashtags.
    It’s going to suck.

    Aber letzten Endes kommt das, das glaube ich jetzt auch. Achja, und dem Link zu Matthews Intergalactic SpaceBoat of Light and Wonder zu folgen sei auch empfohlen: dort fahrberichtet er ähnlich begeistert und -nd über sein Tesla Model S.

  • Noch mehr gute Nachrichten: Ebola, von dem man eh schon länger nix mehr hört, ist für uns hier (bzw. für die USA, aber das ist sicher sehr vergleichbar) viel weniger gefährlich als … die Angst davor.
  • Abschließend die Antwort auf die uns alle stets bewegende Frage: What colour is it?

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