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„Du hast doch Zeit.“

Zweieinhalb Stunden zu früh beim Kunden, trotzdem gleich an die Rampe. Nicht schlecht. Eine Stunde später schon entladen, wieder weg von der Rampe und im Büro, Papiere der gerade abgeladenen Ware holen und fragen, wann Leergut für die Rücktour geladen wird. „Deine Papiere sind noch nicht fertig. Aber wieso stehst du eigentlich nicht mehr an der Rampe? Du kriegst doch auch noch Irrläufer mit.“ — Hat mir keiner gesagt, aber die könnt Ihr doch mit dem Leergut verladen? — „Hm. Nee, das vergessen wir dann. Fahr mal wieder an die Rampe. Du hast doch Zeit, wir haben dich doch früher drangenommen.“

Ja. Habt Ihr. Aber was bitte hat das eine mit dem anderen zu tun?

Und jetzt, weitere anderthalb Stunden später (also dreieinhalb nach meinem Eintreffen), sind Irrläufer und Leergut doch schon *hust* verladen. Was leider immer noch *kröch* fehlt, sind die Papiere der zuerst entladenen Ware. Offensichtlich hatte ich tatsächlich noch Zeit gehabt.

Zeit, die mir beim nächsten Kunden fehlte. Der hatte nämlich, als ich eintraf, schon seit anderthalb Stunden zu. Und leider ist hier in Baden-Pfalz oder Rheinland-Württemberg oder wie das Bundesland hier heißen mag morgen Feiertag, und ich häng jetzt 37 Stunden auf’m Rasthof rum (statt derer 27, wenn ich die Ladung heut noch gekriegt hätte und schon um 22:00 hätte starten können, statt bis 8:00 zu warten, wenn die Drecksbude sich mal bequemt aufzumachen). 10 Stunden, die 1:1 von meinem Wochenende abgehen.

Aber ich hab ja Zeit. Schönen Dank auch.

Grummel.

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