«

»

Schon doof, so ein kreativer Gegner

Zu schön: da berichten sie im Radio, einige Großkunden der Post hätten ebenjener, um die Folgen des Streiks zu mildern, die Abstellung von Arbeitskräften in die postschen Paketverteilzentren angeboten. Das find ich jetzt erstmal ne kreative Idee. Die Gewerkschaft jetzt nicht so, die fing prompt an zu schäumen, so werde ja wohl „der Streik unterlaufen“ …

Ja. Ja, na und? Liebe Gewerkschaft: was sollte die Post denn Eurer Ansicht nach tun bei so einem Streik? Am besten gleich den Laden zusperren oder was? Natürlich versuchen die, die Streikauswirkungen so gering wie möglich zu halten. Wenn da einer seine Hilfe anbietet? Die müßten doch völlig rammdösig sein, da nicht mit Freuden ja zu sagen. Müßt Ihr eben wie in alten Zeiten Streikposten an die Werks- oder hier halt Paketverteilzentrumstore stellen. Oder die LKW-Zufahrt blockieren. Oder was weiß ich. Streik ist so eine Art Krieg, und wenn die Gegenseite eine unerwartete taktische Idee hat, dann ist das vielleicht blöd für Euch, aber kein Grund zum Winseln.

Ich bin ja fast immer auf der Seite der Streikenden und wünsche mir nur wenig sehnlicher, als daß auch meine Berufsgruppe mal sowas auf die Beine stellt — in Frankreich gehts ja auch. Aber diese Aktion von der Post und ihren Kunden find ich trotzdem geil, und Eure Reaktion darauf mehr als peinlich. „Wääh, die nehmen einfach andere Leute statt uns, wenn wir streiken!“ Deal with it, bitches.

Empfiehlt jedenfalls
  Euer Dieter Schlabonski.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>