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Links (zwo drei) Vol. 3

Ist schon wieder was her, daß ich hier genetzwerkt hätte, ärgerlich. Statt weiterer Selbstreflektion aber lieber voll ins Eingemachte:

  • Andrea Diener hat in der FAZ das „Tropical Islands“ voll verrissen, und auch wenn sich daraufhin u.a. in der taz ein kleines Shitstörmchen (in so einer Art Englisch) erhob ob ihrer angeblichen Hochnäsigkeit, finde ich den Artikel doch sehr lesenswert — so ein gepflegter Rant ist doch immer was Schönes. Und im Podcast WRINT hat sie dann auch noch Holger Klein von dieser Erfahrung erzählt (hier der Direktlink zum MP3, ca. 33 MB), und auch das hört sich nett weg, doch.
  • Wenn man von netten Rants redet, ist ein Link zu Fefe nicht weit. Diese Geschichte mit dem Youtube-Blogger LeFloid, der unsere Bundeskanzlerin interviewen durfte, nur um dann von aller Welt (oder zumindest aller Journaille) durch die Scheiße geschleift zu werden, weil er so schlecht gewesen sei — ich kann’s nicht beurteilen, ich gehöre weder zur Zielgruppe von LeFloid noch zu der von Frau Merkel. Aber Fefe erklärt mal, warum das so schlecht war. Schluck Perspektive gefällig, liebe Kritisierer? Und mein Lieblingszitat: „[M]it der Merkel kann man zwar reden, und Merkel redet dann zurück, aber ein Dialog kommt nicht zustande.“
  • Passend zum Thema Merkel: Zu den bekannten drei Äffchen (nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, wissenschon) hat sich ja ein vierter gesellt. Gefunden bei wirres.net, aber eigentlich aufgetaucht auf Twitter.
  • Deutlich friedlicher, nicht nur jetzt, sondern eigentlich immer: Maximilian Buddenbohm schreibt in den „Herzdamengeschichten“ nicht nur von seiner Herzdame, sondern meistens eher von den Söhnen. Diesmal gab es eine lange Geschichte über einen Berlin-Besuch, den ich sehr gern gelesen habe, obwohl ich auch hier nicht wirklich zur Zielgruppe gehöre. Sei’s drum: die Folgen 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Mein Lieblingszitat trifft nicht nur auf der Buddenbohms Tag in Berlin zu, sondern im übertragenen Sinne auch auf diesen Text: „Es ist angenehm, wenn das morgendliche Aufwachen und Aufstehen nicht erst nur gefühlte Minuten her ist, wenn man wieder ins Bett geht. Sondern tatsächliche und echte sechzehn Stunden, die einem auch wie sechzehn anständige, üppig portionierte Stunden vorkommen. Mit allem und scharf.“
  • Was passiert, wenn der Angeklagte im Gerichtssaal seiner Frau im Zuschauerraum eine Kußhand zuwirft? Nun, wenn der Staatsanwalt ein Arschloch ist, versucht er, solch Ungeheuerlichkeiten zu verbieten. Und wenn der Rechtsanwalt des Angeklagten pfiffig ist, passiert dann sowas.
  • Das mit dem Euro läuft ja gerade so ein bißchen vor den Ofen, wie wir alle ahnen. Interessant dabei: Wer hat das alles schon 1998 erstaunlich genau vorhergesagt? Gregor Gysi. Vielleicht sollte man dem Mann öfter mal zuhören, wenn er was zu meckern hat. Gell, Herr Schäuble?
  • Tilman Rammstedt schreibt in der Zeit über Tilman Rammstedt. Herrliche Persiflage auf übliche Portraits.
  • Es gibt ja nicht viele Autos, die gleichzeitig als Neuwagen und mit H-Kennzeichen auf den Straßen sind. Eins davon ist — scheinbar — der Mercedes G. Heise zeigt in einem Fahrbericht des aktuellen G 500 allerdings nicht nur, daß die Ähnlichkeiten zum 230 GE alter Schule eher optischer Natur sind, sondern ergründet auch die Frage, warum es eigentlich keine Arbeiter-und-Bauern-G-Modelle mehr neu zu kaufen gibt.
  • Was macht eigentlich Lena Meyer-Landrut? Stellt sich raus: immer noch Musik. Und Interviews mit der Zeit.
  • Zum Abschluß des muttersprachlichen Teils dieser Folge noch eine nette, ja, was ist das eigentlich? Irgendwo zwischen Nachricht und Glosse, dieser Artikel über Militärtechnik und freilaufende Kampfkühe.

And now for something completely different. (I’ve decided to describe the links in English from this installment going forward, since if you don’t understand that, they’re pretty worthless to you anyway.)

  • You did notice the „going forward“ in the above paragraph, didn’t you? That was deliberate, so as to have a reason to link to the Guardian’s take on 10 of the worst examples of management-speak, one of which is of course „going forward“, which I shall refrain from using going forward from now on.
  • The Everywherist tells a story about Bono and a dinner in Dublin she wishes was hers to tell. Fortunately, the fact that it isn’t doesn’t keep her from telling it anyway.
  • It’s been in my bookmarks for a decade or so, but somehow I’ve managed to never link there: Little People, a tiny street art project. That is now finally rectified.
  • To those who live in North America’s coastal Northwest: I’ve got some bad news for you. Really, really bad news. Hopefully, only in the long run — but you never know.
  • More bad news: The ocean is broken.
  • Somewhat less catastrophic, and hence funnier: Shamus Young starring in An Evening of Failure and Stupidity 2: Stupid Harder.
  • The Oatmeal, better known for his comics, gave a talk on Dogs, Nazis, and Horses (Youtube). Sort of covers it all, then.
  • Competition is getting harder, between parcel services just like everywhere else. Or, as we spell „Oops“ in German: „Ups!“
  • Do you ever really think about what rising sea levels mean for your area? Find out with the interactive Flood Maps. Both a great eye-opener and a competent time-waster, that site.
  • On a lighter note: 17 people who should have chosen their fonts more carefully. Nasty Buzzfeed click-bait, but amusing nonetheless.
  • And finally, Neil Gaiman demonstrating how to brilliantly answer even a really dumb question.

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