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Im Nachhinein seh ich’s ja ein

Neulich: Polizeikontrolle. Und zwar keine, die sich anfühlt wie ne Stichprobe, sondern mehr eine der Sorte „Da isser ja, jetzt isser dran“: der Streifenwagen kommt mit ziemlichem Zahn von hinten auf der Autobahn angefegt, bremst scharf, schert vor mir ein und macht die Leuchtreklame an. Auf dem nächsten Parkplatz entwickelt sich dann folgender Dialog:

Polizei: Guten Tag.
Schlabonski: Moin.
P: Führerschein und Fahrzeugpapiere, bitte.
S: Hier. Vom Auflieger hab ich keinen Fahrzeugschein dabei.
P: Macht nix. *liest* Okay. Haben Sie Alkohol getrunken?
S: Nein.
P: Wären sie mit einem Atemalkoholtest einverstanden?
S: Klar.

Es folgt ein solcher. Ergebnis: 0,0.

P: Das versteh ich nicht.
S: Was verstehen Sie nicht?
P: Wir wurden von einem PKW-Fahrer angerufen, der meinte, er hätte Sie während der Fahrt Bier trinken sehen.
S: Oh. Ach. Doch, das versteh ich.

Ich kram aus meiner Leergut-Tüte die leere, braune PET-Buddel alkoholfreien Alsters (Radlers, für die Nicht-Nordlichter: Bier mit Zitronenlimo) raus und reiche sie dem Beamten. Der liest das Etikett, fängt schallend an zu lachen und wünscht mir eine angenehme Weiterfahrt.

Eine der angenehmeren Polizeikontrollen meiner Karriere, doch, ja.

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