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Nicht ganz gehoyer

Seit neuestem, so verfügte mein Chef, sollen wir nur noch bei Hoyer tanken. Das sind meistens Automatentankstellen in irgendwelchen Industriegebieten, kosten also Zeit und Umwege, aber okay, wenn es sich rechnet … „Daheim“ hat man dann ja auch „seine“ Hoyer-Tanke und hat also auch kein Problem. Unterwegs hingegen …

Das Raussuchen von Hoyer-Tanken aus bedrucktem Papier nach Postleitzahl und Ortsname ist schon ein bißchen blöd, also dachte ich mir, hey, wofür gibts die moderne Technik? Und richtig, auf Hoyers Website gibt es einen Link „Tankstellen-Finder“. Ein Klick darauf fördert eine Seite zutage, auf der ein Link zum neuen Tankstellen-Finder ist. Der vermag nach Rückfrage, ob er das darf, sogar, mich mit Googles Hilfe zu orten. Routen oder gar Tankstellen findet er allerdings keine.

Naja, okay, aber ne Suchfunktion gibts da doch wohl? Nein. Doch. Hatte ich nur nicht gefunden. Nur das papierne Tankstellenverzeichnis — nee, nicht als CSV zum Download, nicht mal als PDF, sondern nur als Online-Blätterkatalog. Grummel.

Letzte Möglichkeit: Download des Verzeichnisses als POI fürs Navi. Nachdem dann vom Navihersteller auch die POI-Ladesoftware gesaugt ist und das Navi mit dem zweiten getesteten USB-Kabel dann auch schon mit dem Rechner spricht, flutschen die Hoyer-Tankstellen auch flott ins Gerät, und ich kann mit dessen Funktionen eine suchen, die relativ nah an meiner Route liegt — 8 km Umweg, das ist ja verkraftbar.

Ja. Und dann steh ich hiervor:

hoyer.jpg

Warum, bitte, hat eine Automaten-Tankstelle Öffnungszeiten?! Und nein, die stehen auch bei der nun gefundenen Tankstellen-Suche auf der Hoyer-Seite nicht in der Übersicht.

Bei der nächsten gefundenen dann also doch wieder erstmal Öffnungszeiten googeln. Die bedingt allerdings schon 30 km Umweg — sonderlich dicht ist das Hoyer-Tankstellennetz anscheinend nicht. Und so beschließe ich dann, lieber 30 Liter bei einer normalen Autobahntanke zu tanken (wir haben ja auch noch eine DKV-Tankkarte, „für Notfälle“ und zum Beispiel auch zum Maut-Bezahlen in Benelux und so), denn ich denke mir, 30 zu teuer getankte Liter sind sicher billiger als 10 sinnlos verfahrene zzgl. Maut und sonstiger Betriebskosten.

Trotzdem: Grmbl. Kundenfreundlich ist echt ein bißchen anders. Und das bleibt trotz dieser späteren Ergänzungen mein Fazit.

Nachtrag: Mittlerweile haben wir aber auch den Hoyer-Straßenatlas. Damit geht das Raussuchen der passenden Tanke etwa so, wie ich es von den Online-Möglichkeiten erwartet hätte: man kuckt entlang der zu fahrenden Strecke nach Hoyer-Symbolen, schlägt die an diesen vermerkte Nummer im Tabellenteil nach und entscheidet, ob die so gefundene Tanke tauglich ist. Und ja — zumindest sind dort rund um die Uhr geöffnete Tankstellen gekennzeichnet. Weiterer Pluspunkt: ein Foto jeder Tanke ist auch dabei. So kann man dann irgendwelche räudigen Ein-Zapfsäulen-Anlagen rechtzeitig erkennen und vermeiden, denn wenn da dann zwei Kollegen warten und einer tankt, ist ganz schnell ne Stunde rum, bis man dran ist — und dann darf man noch nach dem Befüllen des einen Tanks wenden, um an den anderen ranzukommen mit dem Zapfrüssel. Muß man nicht haben … Neues Fazit also: Es geht mit dem Papier akzeptabel gut, aber die Website und auch die POIs fürs Navi sind absolut lachhaft.

1 Kommentar

  1. emel

    ganz schön bescHOYERt, dieser Hoyer…

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