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Vieles läuft gut

Da erzählt doch ein gewisser Herr Gates, B. Gates, im Spiegel von den Erfolgen seiner Stiftung (man verstehe mich nicht miß: daß er seine Kohle stiftet, find ich prima, sollten viel mehr Leute machen sowas), und irgendwie erinnert mich das, was er da so von sich gibt, verdächtig an alte Zeiten.

Spiegel: „In den vergangenen 50 Jahren flossen mehr als 500 Milliarden staatliche Hilfsdollar nach Afrika. Die Erfolge sind bescheiden, Ruandas Präsident Paul Kagame sieht es so: ‚Die Hilfen haben für unsere Wirtschaft nichts bewirkt.'“
Gates: „Man sollte die Erfolge nicht kleinreden. Die Kindersterblichkeit hat sich in der Zeit halbiert, die Alphabetisierungsrate bei Mädchen ist von 20 auf 50 Prozent angestiegen.“ Reden wir doch nicht immer nur über die Bugs. Sehen Sie mal, viele neue bunte Features!
Spiegel: „Die Menschheit weiß, wie Hunger, Krankheit und Armut zu beseitigen wären. Auch die Mittel sind vorhanden, globale Chancengleichheit zu schaffen. Was läuft falsch?“
Gates: „Schauen Sie lieber auf das, was gut läuft. Es geht der Welt bedeutend besser als früher.“ Wir haben die meisten bekannten Fehler in Windows behoben. „Wir sind absolut nicht am Ziel, aber der Planet ist nicht mehr in Arm und Reich geteilt.“ Ein Computer für jeden Schreibtisch.

Und so weiter, und so weiter. Verkaufen kann der Mann immer noch, das muß man ihm lassen. Ob nun Windows oder seine Hilfsprojekte: wer Kritik nix entgegenzusetzen hat, kann ja einfach auf eine andere Frage antworten als auf die, die gerade gestellt worden ist. Schade, daß der Spiegel da mitgespielt hat.

Findet jedenfalls
  Euer Dieter Schlabonski.

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