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Wenn die Rechten „Trauer“ tragen

Los, schnell, ohne Googeln: was weißt Du über das Opfer der Messerattacke von Chemnitz?

Genau.  Und jetzt, liebe Pegidioten, liebe Arschgeigen für Doitschland, jetzt erklärt mir mal, warum ihr für so jemanden seit nunmehr über einer Woche Trauermärsche veranstaltet.  Und wieso es zu einem Trauermarsch gehört, johlend ausländisch aussehende Menschen zu jagen und verfassungsfeindliche Parolen zu brüllen.  Sollte man da nicht eher ruhig und in sich gekehrt sein?

Das hat doch nicht das geringste mit dem Opfer zu tun, was da abgeht.

Aber natürlich, ich vergaß, die allermeisten, die da mitlaufen, sind ja keine Nazis, sondern nur „besorgte Bürger“.  Ach ja?  Och ihr Armen, worum sorgt ihr euch denn?  Um die Kriminalität (die niedrigste seit 1992), den Bundeshaushalt (reichlich im Plus), den Ausländeranteil (im unteren einstelligen Prozentbereich)?  Besorgniserregend, fürwahr.  Und selbst wenn ihr diese Sorgen wirklich habt, aber gar nicht rechtsradikal oder ausländerfeindlich seid — wieso marschiert ihr dann mit denen?

Nee, Freunde, es bleibt dabei: Wer mit Nazis marschiert, wer ihre Parolen grölt — der ist ein Nazi.  Wenn ihr euch dieses Etikett nicht anheften lassen wollt, dann demonstriert gefälligst gegen die, nicht mit ihnen, ihr Pappnasen.

Politik und Medien natürlich immer fleißig dabei.  Das Wort „Chemnitz“ kommt in den Nachrichten derzeit gefühlt häufiger vor als „der“, „ein“, „heute“ oder „Stau“.  Und immer darf ein Pegidiot, eine Arschgeige für Doitschland seine Meinung kundtun.  Und der Rest empört sich und verurteilt scharf.

Und in Wuppertal machen sie drei Kreuze, daß die feigen Sackratten, die da die 13jährige vergewaltigt haben, anscheinend wenigstens gute doitsche Buben waren.  Sonst wär da auch die Hölle los.

Was für ein Land!

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