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Freitagstexter IX: Pokalverleihung

Hach, endlich mal wieder so richtig Qual der Wahl!  Vier Beiträge gab es, immerhin, mehr als die letzten Male — und alle vier waren auf ihre Art großartig und verdienen deswegen eine ausführliche Würdigung.

Da ist zunächst der Herr wvs zu nennen mit seinem höllisch guten „Die Spur des vom Papst exorzierten Teufels waberte noch lange entlang der Strecke die er zurück zur Hölle gewählt hatte ….“, an dem eigentlich nur auszusetzen ist, daß Braunschweig-Weststadt, wo die gezeigte Straße hinführt, zwar nun nicht gerade ein Himmel auf Erden ist, aber Hölle ist dann doch etwas arg übertrieben dafür.

Schon mehr ins Grübeln brachte mich Frau liuea mit „Den Schallknallern entkomme ich eindeutig nur mit Lichtgeschwindigkeit, dachte J. und fort war sie. Endlich vorbei das Getöse von endlos aufeinanderprallenden Staubkörnern!“  Wer ist diese J., wo hat sie den Antrieb her, und was ist so schlimm am Geräusch kollidierender Staubkörner?  Wenn das so unerträglich wäre, könnte ich mich in meiner Wohnung nicht mehr aufhalten … 😉

derChristoph erzählte eine ganze Geschichte, die mich nachhaltig ins Schmunzeln brachte und bringt: „Armin war zum ersten Mal mit den Kollegen mit beim Chinesen. Als Neuling ließ er sich nicht lumpen und hat die erste Runde Singha-Bier gezahlt – Ehrensache. Auch beim Ordern wollte er nicht als Weichei gelten uns bestellte die Tom Yang Gung Suppe. Das zweimalige Nachfragen der netten Kellnerin: „Thai scharf, wirklich?“ machte Armin nicht stutzig. „Jaja, das passt schon.“ Klar, er war ja nicht irgendwer und hat ja mächtig Brustpelz unterm Hemd. Beim Essen kam er dann doch ordentlich ins Schwitzen, was er noch auf seine Duftstäbchenallergie schieben konnte – ist ja auch wirklich gemein sowas. Abends, daheim, wollte er sich einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher machen, nur noch mal kurz aufs den Thron, bevor der „Tatort“ anfängt. Was dann geschah, ist Armin nur schemenhaft in Erinnerung. Fix ist, und das hat er mit der örtlichen Polizei geklärt, dass er die Blitzerfotos behalten darf.“  Toilettenhumor vom Allerfeinsten, genau mein Ding!

Und so fiel es mir ausgesprochen schwer, all diese feinen Beiträge nicht zu pokalisieren, sondern den hier:

Auf Grund von Platzmangel verlegt die Salzgitter AG ihre Stahlproduktion auf die Straße.

Der Herr Blick Ableiter trifft den Nagel auf den Kopf.  Die optische Ähnlichkeit ist wirklich verblüffend, und selber bin ich nicht mal ansatzweise auf diese Idee gekommen (gut, auf die anderen zugegebenermaßen auch nicht).  Der Gedanke von über die Straße peitschenden, armdicken, glühenden Stahlwürsten von mehreren Dutzend Metern Länge ist natürlich nur als Gedanke schön, real möchte ich sowas bitte nie erleben — aber egal, hier ist der Pokal:

Herzlichen Glückwunsch!

Nachzutragen ist dann noch der a.K.-Beitrag von Axel: „Der neuste Hype der Automobil-Industrie: 3D-Bremslichter“.  Auch da mußte und muß ich kichern: beim Gedanken, wie so ein Audifahrer in die Eisen geht, und mit einem bedrohlichen „BZUMMM“ werden drei rote Lichtschwerter aus seinen Bremslichtern ausgefahren und schützen ihn durch einfache Verflüssigung des dahinter drängelnden BMW vor dem drohenden Heckaufprall.  Was wohl der TÜV dazu sagen würde?  Hier hat Axel sich auf jeden Fall den a.K.-Pokal, Ihr erinnert Euch vielleicht, verdient:

Weiter geht*s am Freitag dann aber beim Blick Ableiter.  Ich freu mich, verneige mich und übergebe mich zurück in die Sendezentrale.  Machts gut!

3 Kommentare

  1. derChristoph

    Würdiger Sieger.

  2. wvs

    Eine herzliche Gratulation & ein „Danke!“ an den diesmaligen *Ausrichter* ….

  3. Dieter Schlabonski

    Danke an Euch (und die anderen) fürs Mitmachen! War mal wieder ein großer Spaß (hoffentlich nicht nur) für mich!

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