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Und jetzt sind auch die Preise maxi

Ich war ja immer gern Gast bei Maxi-Autohöfen.  Die Restaurants sind super, es gibt meistens aber auch einen Burgerking wenn es schnell gehen muß, die Toiletten sind für Berufskraftfahrer kostenlos, die Parkplätze üppig bemessen, die Auswahl im Tankstellenshop riesig, und wenn man eine „Maxi-Tasse“ hatte, kostete der Pott Kaffee nur ’n Euro.

Übernachten war nicht billig, aber autohofüblich: 10 Euro, davon 7 Euro Verzehrgutschein.  Nicht wirklich ein Grund zum Feiern, aber für das Gebotene völlig okay.

Gerade sitze ich mal wieder in einem Maxi-Autohof im Restaurant und freu mich auf mein Schnitzel.  Aber es wird wohl bis auf weiteres zum letzten Mal sein, denn an Parkgebühren habe ich gerade 20 Euro bezahlt.  In Worten: zwanzig.  (In Zahlen auch.)

Und nein, es gibt dafür keinen 17-Euro-Verzehrgutschein, und auch keinen über 15 Euro, sondern grad mal über derer zehn.  Und bei aller Liebe: 10 Euro nur fürs Parken?  Nee, sorry, faßt mich an die Füße.

Mittagspausen mach ich gerne weiter bei Euch, wenn es sich denn mal ergibt.  Aber zur Nacht seht Ihr mich heut zum letzten Mal (absolute lenk- und ruhezeitbedingte Notstände mal ausgenommen).  Schade, war immer nett bei Euch.

Seufz.

9 Kommentare

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  1. Blick Ableiter

    Das gnadenlose Ausnutzen einer angespannten Parkplatzsituation für Lkw Fahrer ist armselig, keine Frage. Es ist aber auch die logische Konsequenz, eines auf Gewinn“maxi“mierung ausgelegten Unternehmens. Der Kapitalismus hat halt nicht nur schöne Seiten.

    1. Dieter Schlabonski

      Das ist zwar richtig, aber es gibt ja erfreulicherweise bei den Autohöfen keine Monopolisten. Gerade steh ich auf einem der Kette „Euro-Rast-Park“, habe 14 Euro bezahlt (davon 10 Verzehr), und das Essen war sogar besser als bei Maxi gestern.

      Geht doch.

  2. maik

    Wenn man mit den Preisen nicht einverstanden ist, komplett ignorieren. Also auch zur Mittagszeit. Das wäre konsequent.

    1. Dieter Schlabonski

      Das sehe ich nicht so. Der Restaurantpächter kann erstens nix dafür (nehme ich an), zweitens ist das Essen genauso gut und preiswert wie vorher, und drittens will ich ja auch nicht, daß sie pleitegehen … nur daß sie mit den Parkpreisen wieder etwas bodennäher werden.

  3. Blick Ableiter

    Monopolisten gibt es in dem Bereich nicht, das sehe ich auch so, aber Lkw Fahrer, welche notgedrungen auf Grund von Streckenverlauf, Fahrzeit etc. gezwungen sind, auf überteuerten Autohöfen für 20 Euro (minus Verzehrgutschein) zu nächtigen. Und ich kann mir auch bei 20 Euro Gebühr nicht vorstellen, dass der Maxi Autohof Parkplatz nachts auf Grund der hohen Gebühr nicht voll wird 😉

    1. Dieter Schlabonski

      Brechend voll war er jedenfalls nicht, das kenne ich von früher anders. Aber am Hungertuch nagen werden die trotzdem nicht so schnell, da bin ich Realist genug, um das einzusehen. Trotzdem: von mir kriegen die die 10 Euro fürs Parken nur noch im Notfall, genau wie alle anderen, die meinen, sich daran eine goldene Nase verdienen zu müssen.

      1. wvs

        Wer muss denn dieses Geld bezahlen? Ist das nicht Sache des Arbeitgebers? Wäre es nicht andenen, den Druck politisch zu erhöhen um solchen Wucher zu unterbinden? Es gibt doch Berufsverbände ….

        1. Dieter Schlabonski

          Das bezahlen wir aus eigener Tasche. Deswegen ist es ja auch ein Anlaß, sich aufzuregen. Wir bekommen für Auswärts-Übernachtungen aber auch Spesen, und die reichen auch für derartigen Wucher — aber man möchte ja auch was davon übrigbehalten, gell 🙂

          Irgendwelche Berufsverbände, Gewerkschaften etc. spielen in unserer Branche leider kaum eine Rolle. Fernfahrer sind halt Individualisten, die zu einen dürfte seeehr schwer werden.

          1. maik

            Lkw-Fahrer lassen sich nicht organisieren. Das funktioniert nicht. Ist halt so. Jeder der es noch versuchen will, wird eine aufs Maul bekommen. So wie andere vor ihm. Mal umgangssprachlich umschrieben.

            Aber zum Thema. Es gibt tatsächlich AG, die solche Gebühren bezahlen. Hab ich zumindest mal auf Facebook gelesen 🙂 . Meiner übrigens nicht. Hab ich auch kein Problem mit. Denn ich bin im Schnitt eh nur zwei Nächte pro Werkwoche in Deutschland und da komme ich auch ohne Autohöfe gut aus. Sich selbst zu versorgen, ist nicht so schwer. Möglichkeiten dazu gibt es genug.
            Duschen kann man bei vielen Kunden. Ich habe bisher kaum erlebt, dass mir eine Firma ihre Sanitairräume verwehrt hat.

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