Kategorienarchiv: Gummibahn-Cargo

Leben mit, in, von und um Lastwagen

Ja mach nur einen Plan

Selbst für treue Leser der Gummibahn-Cargo-Kategorie dürfte die schiere Anzahl der Verdaddelationen der letzten paar Tage eine Herausforderung sein, was die Glaubwürdigkeit angeht.  Es sei daher an dieser Stelle versichert, daß sich das alles genau so zugetragen hat.

Dienstag, 11:50

„Da kommst du doch heute noch runter, oder?“  So frug mein Disponent.  „Da runter“ bedeutete …

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Fromme Wünsche

Dialog beim Papiere-Abholen nach dem Laden einer Viertelladung Autoteile in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb.

Schlabonski: „Na dann bis nächstes Mal.  Dann vielleicht sogar mit funktionierendem Trailer.“

Staplerfahrer: „Und ohne umgeworfenen Leergutstapel.“

Büromensch I: „Und ohne Papierstau.“

Büromensch II: „Und ohne Verbindungsabbruch bei der Datenübertragung.“

Naja.  Zumindest haben wir noch nicht alle Hoffnung verloren.

Zeigen wir der Ladung doch mal die Halle 23

Die geplante Tour ist vollbracht, aber es sind noch ein paar Stunden Zeit bis Feierabend.  Was macht man da als Disponent?  Man sucht „seinem“ LKW-Fahrer noch irgendeinen Kleinkram.  Kann ja nicht angehen, daß der mal früher als nötig Feierabend hätte — schon gar nicht am letzten Arbeitstag vor einem (Kurz-)Urlaub.

Ein anderer Fahrer hatte hingegen …

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Rabattverarschung

Manchmal muß man ja, wenn man was Warmes essen will, auf Bringdienste zurückgreifen in meinem Job.  Das ist nicht immer die helle Freude, meistens aber okay.  Wenn es denn überhaupt zur Bestellung kommt, denn mit dieser Preisfindungspolitik …

… wird das nix mit uns beiden.  1,10 Rabatt abziehen, um dann auf den noch nicht …

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Lärmschutz

So stand es auf den Schildern am Eingang des Ortes im Schwäbischen geschrieben, in den ich eines Nachts hineinrollte, mit einem MAN TGX vor einem Auflieger voll Autoteilen.  Was folgt, ist ein Protokoll der Kommunikation zwischen den verschiedenen Systemen dieses Lastwagens, den Fahrer und Unterzeichneten eingeschlossen, in der guten Tradition von Ottos „Leber an Großhirn“ …

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Und das auf’n Freitagnachmittag

Normalerweise ist man ja als Berufskraftfahrer aus gutem Grunde bemüht, die zwei erlaubten Überschreitungen der 13stündigen sogenannten „Schichtzeit“ pro Woche nicht gleich am Anfang derselben zu verballern, sondern sich mindestens eine davon für den Freitag aufzuheben.  Idealerweise ohne daß der Disponent das weiß.  Denn so hat man auch bei Verdaddelungen, wie sie wegen eines gewissen …

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BÄM! Angeliefert.

Diesen Schwank habe ich nicht selber erlebt, sondern vor Jahren irgendwo gelesen.  Deswegen ist er auch witzig.  Ich erzähle ihn gern und häufig, aber Ihr Leser sollt auch mal in den Genuß kommen, finde ich.

Es begab sich einst, daß ein mittelständisches deutsches Maschinenbauunternehmen einen größeren Auftrag aus China erhielt.  Gegenstand desselben war eine Anzahl, …

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Ökobrötchen und PowerPCs

Ein neuer Lastwagen, ein neuer Artikel über Assistenzsysteme.  Denn auch wenn Mercedes so ziemlich kein Teil unberührt gelassen hat beim auch schon wieder sieben Jahre alt gewordenen „neuen“ Actros, den sie alle MP4 nennen, obwohl er gar nicht die vierte Modell-Phase des alten Actros ist, sondern wie in diesem Satz schon mal gesagt ein völlig …

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Ein Stück Fleisch von Schwamm

Nicht jeder Name eignet sich zur Benamsung eines jeden Geschäfts.  Hier das heutige Beweisstück:

Da kriegt man doch gleich Appetit auf einen schönen Salat von Feinkost Schneck & Welk, oder?

(Und nein, das da rechts ist kein Malermeister, sondern ein echter Autobahnbul Freund und Helfer. ;-))

Suchgut

Es wurde schon mal hier thematisiert, das Sammelgut, also das gemeinsame Befördern von weniger-als-einer-LKW-ladungsgroßen Sendungen mit derselben Fuhre.  Macht ja auch Sinn und normalerweise auch nicht besonders viel mehr Streß als der Ladungsverkehr.  Ich darf das mal kurz illustrieren:

Wir sehen den Sattelzug in der Draufsicht.  Die hellgrauen Kästchen sind physikalisch nicht da, sondern …

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Einfach lauter schreien, das hilft

Anmeldefenster bei einer Container-Be-und-Entladefirma in Bremen.  Während ich auf Papiere warte, kommt ein osteuropäischer Kollege rein und fragt den Schaltermenschen, ob er hier richtig sei.  War er nicht: Richtige Firma, falsche Straße.  „Nein, hier falsch, Containerstraße“, entgegnete auch der Schaltermensch so freundlich wie eloquent.  „Wo ist Containerstraße?“, frug sodann der Kollege — eine völlig verständliche …

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Wertvolles Exportgut II

Nach dem Sand neulich hatte ich heute schon wieder faszinierend hochwertige Ladung: Schrott.  In einem großen Industriebetrieb war anscheinend eine größere Maschine demontiert worden, eine Vierpunkt-Kurbelpresse laut Papieren.  Zwei Kollegen haben die beiden großen 20-Tonnen-Brocken bekommen und ich die 22 Tonnen „Klein“-Teile: ein paar Paletten mit öligen Brocken drauf, die dann natürlich gleich inkontinenzbedingt des …

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Rückwärtsfahren will gelernt sein

Wenn man wie ich meistens Sattelzüge fährt, geht einem das Rückwärtsfahren mit denselben natürlich irgendwann in Fleisch und Blut über, und wenn man dann was anderes fährt, tut man sich naturgegeben schwer.  Das andere zerfällt bei normalgroßen Lastzügen in zwei Gruppen: einerseits „richtige“ Hängerzüge mit Deichsel, und andererseits Tandemhängerzüge.  Letztere haben den für Sattelschlepperfahrer unbestreitbaren …

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Gelebte Sprachdefizite

Im Freundeskreis haben wir nach dem, ähm, *räusper*, sagen wir mal überholspurbedingten reihenweisen Ableben der Motoren eines gewissen französischen Beinahe-Oldtimers die Erklärung für solch wundersame Schadenshäufung gefunden:

Es gibt kein französisches Wort für „vollgasfest“.

Das Lustige daran ist, daß mir mittlerweile um ein paar Ecken aus muttersprachlicher Quelle zu Ohren kam: Stimmt.  Gibt es wirklich …

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Wertvolles Exportgut

Da steh ich also in einer Sandgrube — nein, nicht festgefahren, sondern zum Beladen — und frage mich, wieso um alles in der Welt ich eigentlich dann gleich 20 Tonnen Sand an die Küste kutschieren soll (naja, fast: Bremerhaven war das Ziel).  Gibt’s da nicht eigentlich Sand wie Sand am Meer?

Stellt sich raus: In …

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