Kategorie: Gummibahn-Cargo

Leben mit, in, von und um Lastwagen

Nötigung und ähnlicher Unsinn

Stellt Euch mal folgende Situation vor: Einsame, schmale, bergige, kurvige, nicht gerade frisch asphaltierte Landstraße. Durchaus angemessenes Tempolimit: 80. Nacht, Regen, Sturm. Herbst halt. Und vor Euch ein Sattelzug, der außerorts so 50-60 fährt, innerorts auch mal 30 oder ein bißchen weniger. Überholen geht nicht.

Was macht Ihr?

Lichthupe, dicht auffahren, alle Naselang nach links …

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Ups. Im Sinne von Paketdienst.

Teil 1: Nee dann mach ich das anders. Oder anders. Oder anders. Oder noch ganz anders.

Jo, meint mein Disponent. Wenn Du dann Deine Baumarkt-Tour fertig hast (ein Trailer voll Holz, vier Abladestellen, alles Baumärkte — ich liebe es!), dann fährst Du zur Firma Tretmichgar in K., da kriegste dann geladen für Prokel in C., …

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200 kg Scheißhausfliegen

Eine etwas ältere Geschichte aus der Kabine eines damals noch DAF:

“22 to Polyethylen laden bei alba, Braunschweig, für Frankreich.” Ah, denke ich, schöne Tour. Frankreich. Isch kauf mir ain Baguette, wissenschon. Freitagvormittag laden, auch noch fast zuhause, Laster hinstellen, Montag lostuckern — das Wochenende ist gesichert, Wetter ist auch geil, was will man mehr?

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Huch? Äh. Nagut.

Der Lastzug des Unterzeichneten rollt auf den Rasthof. Während so einem Mercedes die 710 km der Tagesetappe eigentlich kaum anzusehen sind, ist sein Fahrer doch schon gezeichnet davon. Und der Freitag kommt ja erst noch — erst zu einem großen rheinischen Hersteller von, äh, ja, wie ist eigentlich der gemeinsame Oberbegriff von Windeln, Kartoffelchips und …

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… und zweitens als man denkt

Wenn man an einem Freitag um Mitternacht am Anfang einer Normal-13-maximal-15-Stunden-Schicht mit einem beladenen Auflieger zu der ältesten Filiale eines großen norddeutschen Automobilkonzerns fährt, dann denkt man, oder dann denkt zumindest der Chronist: Naja, das wird schon ein paar Stündchen dauern, aber besonders viel können sie (gemeint ist: die Dispo) danach mit mir ja wohl …

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Minutenschinder

Moderne Lastkraftwagen sind meist hochoffiziös auf 89 km/h tempolimitiert. Selbst der Gesetzgeber scheint also einzusehen, daß die eigentlich laut StVO erlaubten 80 ein wenig kläglich sind. Ob man die 89 nun voll ausfahren zu müssen meint, ist wie immer Geschmackssache — viele tun es, nach meiner Beobachtung aber auch immer mehr tun es nicht.

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Nicht ausgelastet

Entladen im Zentrallager einer ungenannt bleibenden großen Drogeriekette. Die Paletten stehen quer auf dem Laster und sollen aber längs in der markierten Reihe auf dem Hallenboden stehen. Also jede Palette erst quer auf die Ameise nehmen, aus dem Laster ziehen, absetzen, drumrumfahren, längs nehmen und in die Reihe fahren? Das geht auch einfacher, dachte ich …

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Nächtliche Ruhestörung

Friedlich steh ich auf einer Autobahnraststätte in der zweiten Reihe (also quer hinter den in den wie immer viel zu wenigen schrägen Parkbuchten stehenden Kollegen) und schlummere gerade, vom Rauschen der nahen Autobahn eingelullt, meiner wohlverdienten Nachtruhe entgegen, da wackelt plötzlich der Laster. Seufz. Raus ausm Bett, Blick in die Spiegel: Da steht ein weißer …

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Der gefährlichste Ort Norddeutschlands

Der gefährlichste Ort Norddeutschlands ist das Versandbüro eines großen Spanplattenwerks. Dort bekommt man seine Frachtpapiere schon seit Menschengedenken nur, wenn man in Warnweste aufkreuzt — gut, draußen vor der Tür rangieren die Stapler, und zwar nicht so kleine piffelige, sondern dicke Brocken, die Dir mal eben 12 Tonnen Spanplatte in einem Hub auf die Ladefläche …

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Des is doch ned mei Müll!

Es gibt Ladungen, bei denen die allgemein üblichen und deswegen mitgeführten Ladungssicherungsmittel — Gurte, Antirutschmatten und Kantenschoner — versagen oder nicht ausreichen. Holzladungen etwa werden oft mit zusätzlichen Kanthölzern unterlegt, besonders schwere Einzellasten mit Palettenstapeln nach vorn zur Bordwand hin abgestützt; in leichteren Ladungen sind zum Lückenfüllen auch große, aufblasbare Kissen nicht unüblich. Mitunter wird …

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Der Herrscher über die Zeit

Endlich beladen! Man ist ja Kummer gewohnt hier, bei “Soso”, wie ich sie mal nennen will, obwohl es ein anderer Vokal ist eigentlich. Aber nach kaum wasweißichwievielen Stunden kam dann doch mal ein Stapler angedackelt und hat mir diverses Leergut (also keine Flaschen, sondern Paletten und Behälter aller Art) auf die Ladefläche gehievt, die ich …

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Lüg mich doch an, Schnepfe

Und dann war ich endlich entladen in dem Euch bereits bekannten großen Automobilwerk. Naja, teilentladen. Zwei Entladestellen waren noch drauf, Logistikzentren in den umliegenden Dörfern, man kennt das ja. Das war aber eine Sache für morgen, schließlich war es schon deutlich nach Mitternacht. “Kann ich denn auf Ihrem Parkplatz hier übernachten?”, frug ich also die …

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Wer soo freundlich bittet …

“Hier! Fahren Sie mal Ihre Kiste woanders hin!”

So erklang es nach dem Einparken zur verdienten Wochenendruhe. Szenerie: Ortsrand des Dorfes, in dem ich wohne, rechts der Straße schon freies Feld, links die letzten Häuser. Und rechts schöne lange Parkbuchten, wie gemacht für mich und meinen Sattelzug.

“Bitte?”

“Ja, Sie müssen doch nicht immer hier …

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Logik vs. Logistik

Darüber, wie das Entladen in großen Automobilfabriken so abgeht, habe ich mich ja neulich schon mal ausgelassen. Nun sollte man ja eigentlich annehmen dürfen, daß solch Problematik auch den Disponenten einer größeren, stark in die Automotivlogistik einer solchen eingebundenen Spedition nicht verborgen geblieben ist. Leider ist aber auch hier mal wieder nicht alles so, wie …

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Rohrspatzen schuften mehr

Diejenigen Lastwagenfahrer, die mit sog. „Tautlinern“, also Gardinenplanenaufliegern oder -aufbauten unterwegs sind, sind im allgemeinen äußerst scharf darauf, von derselben Seite abgeladen zu werden, von der sie beladen worden sind. Zumindest dann, wenn sie ihre Ladung mit Zurrgurten gesichert haben — was man auch mit solchen Fahrzeugen zwar nicht grundsätzlich, aber doch öfter als bei …

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