Elendes Getröte

Eigentlich wollt ich ja diese Fußballweltmeisterschaft, oh, entschuldigung, diese FIFA© WM™ 2006®, mit Verachtung strafen. Aber ganz ehrlich: das ist gar nicht so einfach, wenn die Debilen einen nicht nur mit hübsch nationalbeflaggten Autos (und komisch eigentlich, daß es mal abgesehen vom flauen Gefühl, das mich angesichts derart penetrant zur Schau gestellten Nationalstolzes beschleicht, auch keinen juckt, was passiert, wenn ein beim Abbiegen übersehender Radfahrer mal so ein Ding ins Auge kriegt), auch mit viel gutem Willen kaum sinnvoll in Bezug zum beworbenen Produkt zu bringendem Fängejohle u.ä. in der Werbung und natürlich penetrantem Tröten, Johlen und Hupend-um-den-Block-Fahren bis nachts um halb fünf schon nach dem ersten gewonnenen Vorrundenspiel unermüdlich dran erinnern.

Leute: ich hab doch gar nichts dagegen, wenn Ihr Euren Spaß habt. Wirklich nicht. Und es gab Zeiten, da hab ich während der Snooker-WM auch Nächte vor der Glotze zugebracht. Aber ich bin danach nicht lärmend um die Häuser gezogen, um alle Welt wissen zu lassen, wie sehr ich mich gefreut habe!

Ach, was red ich überhaupt. Fußball ist hierzulande ja eh eine Volkskrankheit. Da müssen die wenigen Entarteten wie ich, die dem Scheiß einfach nix abgewinnen können, eben auch mal zurückstecken können und gute Miene machen, brav weiter GEZ zahlen und mit dem Schlafmangel leben. Ich mein, wo kommen wir denn dahin, wenn in einer solchen Situation die Nichtfußballkucker am nächsten Tag den unfairen Vorteil hätten, ausgeschlafen zu sein? Nee, also wirklich.

Liebe Fußballfäns: Ich bin sicher, Ihr werdet mit meinem Haß leben können. Aber wundert Euch bitte nicht, wenn ich nach solchen Nächten mir keine besondere Mühe gebe, Euch nicht mit meiner schlechten Laune den Tag zu versauen, okay?

Klempner von Beruf

Nu kuck, was man alles so bei Google findet. Ein Kunde von mir, ein gewisser Erik Meltzer, beschreibt eine meiner gelungeneren Reparaturen. Na, wo ich so wenig positives Fiehtbäck von meinen Kunden kriege, Da werd ich das doch gleich mal als Werbung hier einstellen 🙂

Mittwoch, irgendwann im Dezember 2000. Ein kaltes, ein dunkles Erwachen um fünf Uhr morgens: dunkel, okay, aber warum ist das hier so saukalt? Achso, die Heizung ist kaputt. Um sieben also dann der Anruf beim Heizungsmenschen: “Heizt nicht. Weder Brauch- noch Heizwasser, Fehlercode 7.” — “Paßt’s nächsten Montach?” — “Ich friere!” Man einigt sich auf … Montag.

Montag mittag Anruf des Heizungsmenschen bei mir in der 4-ma: “Wir kommen in 10 min.” Ich also heim, kaum ‘ne halbe Stunde später ist auch der Heizungsmensch schon da. Beäugt fachmännisch das Gerät: “Aha, Fehler 7, das ist, *blätter*, *telefonier*, die Wasserpumpe.” — “Haben Sie eine dabei?” — “Nö, müssen wir bestellen. Dauert ein, zwei Tage — wir melden uns.” Argl.

Donnerstag früh Anruf beim Heizungsmenschen, ob denn die Teile da wären. “Ja, nee, vielleicht kommen sie heute mit, wir melden uns.”

Donnerstag abend: “Die Teile sind da, ham sie morgen Zeit?” — “Dann aber früh.” — “So gegen halb acht?” — “Okay.”

Freitag, kurz nach acht, war er denn da. Wasserpumpentausch: 2 h. Befüllen: 15 min. Sicherungswechsel … “ups, habbich nich dabei, mussich rasch mal holen” … eine Stunde später isser wieder da, baut das Ding ein, Funktionskontrolle: es heizt. Bloß zuwenig Druck. Also nochmal runter zum Auto, den gerade runtergebrachten Schlauch wieder hochholen …

In der 4-ma war ich dann gegen halb zwölf. Aber immerhin muß ich nicht mehr frieren.

Jetzt muß bloß noch der Schornsteinfeger nochmal zur Abgasuntersuchung kommen … daß der Heizungsmensch dieselbe Prüfung schomma gemacht hat, bringt ja nix. Wie damals, als man seine Autos immer zwischen Werkstatt und TÜV hin- und herfahren durfte.

Ein dreifach’ Hoch dem, der dies gold’ne Handwerk schuf. Meine nächste Wohnung hat als Rückfallebene einen Kamin oder Ofen.

Achwas: Kontextsensitive Werbung

Da googelt man nach Zahnriemenwechsel, und was bekommt man als Werbung? Sowas:

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Sehr hilfreich, schönen Dank!

Schnellkasse

Ein recht alter Text, der aber nach dem allfälligen Ersetzen der Währungseinheiten nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat und deswegen trotzdem hier zu Ehren kommen möge.

Das Wort “Schnellkasse” vermittelt dem Ungeübten den Eindruck, hier werde man schneller abgefertigt werden als an all den normalen Kassen. Dieser Eindruck aber täuscht.

Denn leider ist es diesseits des Dreiwocheneinkaufs einer Großfamilie nicht wirklich der bestimmende Faktor für die Dauer eines Kassiervorgangs, ob da nun acht, siebzehn oder auch mal einunddreißig Artikel über das Scannerfeld wandern. Da spielen leider auch ganz andere Faktoren rein, die Art der Bezahlung etwa, die Intelligenz des Bedienpersonals oder auch und vor allem die des Kunden.

Die drei Euro dreiundachzich habbich genau passend, glaubich, Moment, irgendwo hatte ich hier noch ein Zweizenntstück…

Von den Dölmern, die sich mit voller Einkaufskarre kackfrech an die Schnellkasse stellen, will ich gar nicht erst anfangen. “Huch, das habbich ja gar nicht gesehen”, logisch, steht ja auch in nur 30 cm hohen Lettern an der Wand. “Ich hab’s aber eilig”, achso, dann ist das schon in Ordnung, wir anderen sind ja nur zum Spaß hier. “Willse paar auf Fresse?”, och, wenn Du so fragst, lieber nicht — klär das man mit der Kassiererin.

Die klärt dann auch brav, was zwar genauso lange dauert, wie den Typen abzukassieren, aber diesem wenigstens die verdiente Demütigung verschafft, sich wieder rückwärts aus der Kassenschneise manövrieren und anderswo anstellen zu müssen — und die ist auch zum Beruhigen der wartenden Schlange dringend nötig, diese Demütigung.

Leider widerfährt sie nicht den Pappnasen, die an der Schnellkasse mit Karte zahlen wollen. Und das ist eigentlich auch mein Hauptkritikpunkt: warum die Dinger bloß nicht nur Höchstens-acht-Artikel-Kassen, sondern auch und vor allem Barzahlerkassen sind?

Am besten dann noch Payback-freie Barzahlerkassen, um das weinerliche Gejaule all jener gleich mit zu eliminieren, die mal wieder vergessen haben, ihre Knauserkarte rechtzeitig rauszurücken, und deswegen jetzt den entgangenen sechsunddreißig Zennt lautstark und ausdauernd nachweinen.

Irgendwie sind diese Payback-Karten doch ziemlich schlau benamst, so im Nachhinein. Dachte ich mir und schwor, was auf den Dingern draufsteht: Rache. Jaaaaaah! RACHE! Wie weiland Mel Gibson würde ich mordend und brandschatzend durch den Realkauf ziehen, aber immer schön höflich, “nein, ich will nur mein Geld”.

Aber das Leben ist nun mal kein Hollywood-Film. Zum Glück aller Schnellkassenbenutzer bei Real in Braunschweig.

Der elektrische Übersetzer

Wie ich ja vorhin schon befürchtete, ist die Übersetzung von Douglas Adams’ “Dirk Gently’s Holistic Detective Agency”, die von einem Herrn Benjamin Schwarz verfertigt und bei Heyne als “Der elektrische Mönch” verlegt wurde, grauenhaft. Man wünscht sich, die hätten sie nach dem Verlegen nicht wiedergefunden.

Eigentlich wollte ich das ja durchlesen, aber es war einfach zu ärgerlich, darum nur drei Beispiele, bis ich auf Seite 52 das Buch in die Ecke geschmissen habe:

Original: Professor Urban Chronitis had a memory that he himself had once compared to the Queen Alexandra Birdwing Butterfly, in that it was colourful, flitted prettily hither and thither, and was now, alas, almost completely extinct.” Auch wenn man nicht alle Wörter versteht (to flit? thither? alas?), so ist doch klar, daß der Mann ein Gedächtnis wie ein Schmetterling hat: farbenfroh, hübsch umherflatternd und leider beinahe ausgestorben. Und dazu muß man nicht mal den Namen dieses Schmetterlings bei Google eingeben. Kann man aber natürlich trotzdem machen.

Und Herr Schwarz? Der schreibt, der Professor habe ein Gedächtnis, das er selbst einmal mit der Königin Alexandra Birdwing Butterfly verglichen hatte: lebhaft, anmutig hin und her hüpfend und mittlerweile leider fast gänzlich erloschen.

Das muß man sich echt mal bildlich vorstellen: die lebhafte Königin Alexandra Vogelflügelschmetterling, wie sie anmutig hin und her hüpft, bevor sie gänzlich erlischt. Wenn’s nicht so traurig wäre, könnte man sich drüber schlapplachen.

Leider sind Herrn Schwarzens Schnitzer nicht immer so witzig. The idea of him actually having friends as such seemed not so much unlikely, more a sort of mismatching of concepts, like the idea of the Suez crisis popping out for a bun. Auch hier muß man nicht unbedingt wissen, daß to pop out for something soviel bedeutet wie kurz rausgehen, um etwas zu holen, zu essen oder so; das mit dem mismatching of concepts, völlig korrekt übersetzt als Unvereinbarkeit von Begriffen, sollte eigentlich reichen, um darauf aufmerksam zu machen, daß es nicht um die Vorstellung gehen kann, die Suezkrise sei wegen eines Korinthenbrötchens ausgebrochen.

Korinthenkackerei? Vielleicht. Zu schwierige Beispiele? Von mir aus, auch wenn ich mit meinem Leistungskursenglisch da keine Probleme mit dem richtigen Verstehen hatte und von einem professionellen Übersetzer eigentlich mehr erwarte. Aber bitte, hier, ein gaanz einfaches Beispiel: Not too difficult to organize, really. Wörtlich: Nicht zu schwer zu organisieren, wirklich. Was nicht schön gewesen wäre, aber immerhin korrekt. Herr Schwarz hingegen schreibt: Aber wirklich zu schwierig, um Kapital draus zu schlagen. Das mit dem Kapital, geschenkt, paßt sogar einigermaßen. Aber die Bedeutung des Satzes, die hat der Herr Schwarz leider ins Gegenteil verkehrt. Seufz.

Also, wieder mal ein deutsches Douglas-Adams-Buch für die Tonne. Schade. Beim “Anhalter” hatte ich ja noch ein gewisses Verständnis, vieles davon wüßt ich auch nicht richtig gut zu übersetzen — aber hier ist das echt nur noch Unfähigkeit und/oder Schlamperei.

Wäre es nicht vielleicht mal ein lohnendes Projekt, die Dinger neu übersetzen zu lassen? Diesmal von Leuten, die ihr Handwerk verstehen? Vielleicht so zum 30. Erscheinungsjubiläum?

Naja. Selber schuld. Was kauf ich auch preisreduzierte Mängelexemplare, da darf ich mich ja nicht über Mängel beschweren.

Literaturnachweis: Douglas Adams, “Dirk Gently’s Holistic Detective Agency”, Pan Books, London 1988, ISBN 0 330 30162 4. Douglas Adams, “Der elektrische Mönch”, aus dem Englischen von Benjamin Schwarz, Heyne Verlag, München 2001, ISBN 3-453-19908-1.

Ein Stöckchen? Meins!

Huch. Da wirft mir einer ein Stöckchen zu? Schnüffelschnüffel. Nagut, wenn XTaran meint, daß ich auch soll … Schwanzwedel. Klöff!

1. Greife das Buch, welches Dir am nächsten ist, schlage Seite 18 auf und zitiere Zeile 4:

“werden könnten. Ich glaube, ich habe Sie mal drin rumge-“. Das ist jetzt zugegebenermaßen nicht übermäßig lesenswert, also nehmen wir mal lieber den gesamten Dialogfetzen: “Es scheint doch merkwürdig, meinen Sie nicht auch, daß die Qualität des Essens sich reziprok zur Helligkeit der Beleuchtung verändert. Läßt einen überlegen, welche kulinarischen Höhen das Küchenpersonal erklimmen könnte, wenn man es zu lebenslanger Finsternis verdonnerte. Könnte einen Versuch wert sein, meine ich. Gibt ein paar Kellergewölbe im College, die dazu benutzt werden könnten. Ich glaube, ich habe Sie mal drin rumgeführt, hmmm? Hübsches Mauerwerk.”

Wer’s nicht erkannt hat: Douglas Adams, “Der elektrische Mönch” (deutsche Version von “Dirk Gently’s Holistic Detective Agency”, die hier rumliegt, weil ich mal rausfinden will, ob die Übersetzung genauso schlimm ist wie die des “Anhalters”, und der obige Ausschnitt läßt mich Schlimmes ahnen).

2. Strecke Deinen linken Arm so weit wie möglich aus. Was findest Du?

Eine benutzte Pfanne. Bäh. Mal aufräumen.

3. Was hast Du als letztes im Fernsehen gesehen?

Weiß ich nicht. Hab kein Fernsehen. Das ist schon Monate her, und was Besonderes war’s auch nicht.

4. Mit Ausnahme des Computers, was kannst Du gerade hören?

Verkehrslärm: Autos (mittelleise), ab und zu eine Tram (etwas lauter), gelegentlich ein Krad (und mir fallen die Ohren ab). Vereinzelte Fußballjohler und -hupendkonvoifahrer, die sich seit gestern nicht beruhigt haben. Vogelgezwitscher. Normale Stadtgeräusche.

5. Wann hast Du den letzten Schritt nach draussen getan?

Gestern nachmittag: ne Stunde durchs Naturschutzgebiet und danach noch nen Happen einkaufen.

6. Was hast Du gerade getan, bevor Du diesen Fragebogen begonnen hast?

Unterm Dachfenster in der Sonne gelegen und einen schlechten Krimi gelesen.

7. Was hast Du gerade an?

Schwarze Jeans, schwarzes T-Shirt, keine Schuhe oder Strümpfe. Meine üblichen Zuhause-Klamotten.

8. Hast Du letzte Nacht geträumt?

Vermutlich. Aber ich weiß nicht mehr wovon. Allerdings hatte ich gestern abend einen Halbschlaftraum: ich hatte zuvor die Original-Synopsis des “Hitch Hiker’s Guide to the Galaxy” gelesen, die in Neil Gaimans Douglas-Adams-Biographie “Keine Panik” als Anhang veröffentlicht ist, und habe dann bestimmt ne halbe Stunde völlig inkohärente Handlungsfäden mindestens gleichen Verwirrungsgrades gesponnen, bis ich das bewußt durch Einlegen einer CD abgewürgt habe. Konkretes davon weiß ich aber nicht mehr, und das ist auch gut so.

9. Wann hast Du zum letztenmal gelacht?

Vor ner Stunde oder so während eines Telefonats.

10. Was befindet sich an den Wänden des Raumes, in dem Du Dich gerade befindest?

Nix außer weiß gestrichener Rauhfasertapete, denn die sind schräg: Dachwohnung und Bilder-Aufhängen sind ziemlich inkompatibel. Leider.

11. Hast Du kürzlich etwas sonderbares gesehen?

Mein Spiegelbild.

12. Was hälst Du von diesem Quiz?

Ich bin kein Segler, also halse ich auch nicht.

13. Was war der letzte Film, den Du gesehen hast?

Im Kino: “V für Vendetta”. Auf DVD: “Falling Down”. Beide uneingeschränkt weiterzuempfehlen.

14. Was würdest Du kaufen, wenn Du plötzlich Multimillionär wärst?

Ein altes, riesiges, schnörkeliges, aus Backsteinen gemauertes, verlassenes Fabrikgebäude. Sowas wie in “Wayne’s World 2”. Da würd ich dann oben wohnen, unten alte Autos sammeln und in der/n Etage/n dazwischen zum Beispiel Fremotreffen veranstalten. Außerdem natürlich diverse alte Autos, als erstes die neulich auf einem Schrottplatz gefundene Magirus-Eckhauber-Allradfeuerwehr; einiges an Modellbahnkram; und einen 20″-Intel-iMac.

15. Sag mir etwas über Dich, was ich noch nicht wusste.

Es gab mal eine Zeit, da standen die Aussichten gar nicht schlecht, daß ich mal mit Nachnamen “Jackson” heißen würde. Aber es kam zum Glück anders.

16. Wenn Du eine Sache auf der Welt ändern könntest, was wäre das?

Dafür sorgen, daß die Angehörigen verschiedener Glaubensrichtungen einsehen, daß es in keines Gottes, Menschen oder sonstigen Wesens Sinn sein dürfte, einander die Köpfe einzuschlagen.

17. Tanzt Du gerne?

Keinesfalls.

18. George Bush

Mit genug Schub fliegt Omas Kleiderschrank einen Looping, und mit genug Geld wird auch der letzte merkbefreite machtsüchtige alkoholkranke Berufssohn US-Präsident. Sag bloß, Dich überrascht das?

19. Stell Dir vor, Dein erstes Kind wäre ein Mädchen. Wie würdest Du es nennen?

20. Und einen Jungen?

Die Beantwortung dieser Fragen muß ich aus überzeugungstechnischen Gründen ablehnen.

21. Würdest Du es in Erwägung ziehen, auszuwandern?

Vielleicht. Allerdings wohl nicht weiter als ein bis zwei Grenzübertritte, denn irgendwie häng ich doch zu sehr an meinen Freunden und meinem Leben, als daß ich das alles nur noch selten mal zu Besuch wiedersehen mögen würde. Aber Dänemark, die Niederlande, Österreich, Norditalien — warum nicht?

22. Was würdest Du Gott sagen, wenn Du das Himmelstor erreichst?

“Ups, da lag ich wohl falsch. Na, Leute wie mich solltest Du ja mittlerweile gewohnt sein, hm?”

23. Zwei Leute, die das hier auch beantworten sollen.

Frank Wieduwilt (Mail ist raus) und Stefan Seibt.

Dinosaudier

Ich hab es bei Google nicht finden können, aber Audi hatte mal vor vielen Jahren ein Inserat in amerikanischen Zeitungen laufen, in dem ein Dinosaurier-Skelett abgebildet war mit dem Text (sinngemäß): “Warum ist dieses Tier ausgestorben? Zuviel Körper, zuwenig Hirn.”

Etwaige Ähnlichkeiten zu damals aktuellen Angeboten der US-Mitbewerber zu finden hatte Audi den Lesern überlassen. Vielleicht kennt das Inserat deshalb heute keiner mehr.

Und heute? Heute bauen sie den Q7, den bisher größten und schwersten Versuch der deutschen Automobilindustrie, im Markt der gigantischen SUVs (Super Unnecessary Vehicles) Fuß zu fassen. Way to go, Audi. Fast so peinlich wie Jaguar-Dieselkombis mit Ford-Motoren.

Von einem, der auszog, gen Leipzig zu fahren

Ja, okay, es war auch ein bißchen meine Schuld, daß ich letzttach mit dem Auto zum Leipziger Hauptbahnhof gefahren bin, obwohl ich gar nicht zum Leipziger Hauptbahnhof mußte, sondern irgendwo an den Leipziger Stadtrand hin, was auch gar kein Problem gewesen wäre, wenn ich denn gleich dahin gefahren wäre.

So bin ich denn aber zum Leipziger Hauptbahnhof gefahren. Und das war die Hölle. Ich hab ja schon oft und gern über Hannover und seine Verkehrsführung gelästert, aber herrjeh, gegen Leipzig ist Hannover ein einziger Großparkplatz ohne irgendwelche Verkehrsprobleme. (Gut: Hannover ist auch sonst nicht viel mehr als ein Großparkplatz mit Wohngelegenheiten, das stimmt schon.) Von der Autobahn zum Hauptbahnhof, das dauert da doch schlimmstenfalls ne Dreiviertelstunde. Zu Fuß.

Zu Fuß hätte es in Leipzig möglicherweise auch nicht viel länger gedauert, das mag ja sein. Aber wer da auf die Idee gekommen ist, ca. 37 Großbaustellen gleichzeitig anzulegen, der hat entweder ne Straßenbahn-Monatskarte, einen Privathubschrauber oder, was am wahrscheinlichsten ist, wohnt in Halle. Da bauen die u.a. einen mörderisch großstädtischen Boulevard, mit drei Fahrspuren je Richtung, Tram in der Mitte und Bürgersteigen, auf denen man Sattelschlepper wenden könnte, ohne zurückzusetzen. Alles vom Feinsten, Feinsteingut-Pflaster und Chrom-und-Glas-Bushaltestellenhäuschen inklusive. Nur die Fahrbahndecke fehlt. Und mittendurch steht ein Stau von Kraftwagen, schön ordentlich links und rechts eingefaßt von brandneuen Baustellen-Absperrbaken, und bewegt sich um knapp eine Autolänge pro Minute stadteinwärts.

Das war ja schon nicht besonders schön, aber nagut, sowas kann mal passieren. Richtig den Haß bekam ich auch erst, als ich, am Hauptbahnhof angekommen, herausfand, daß ich da gar nicht hinmußte. “Und wie komm ich nun zur Dingensstraße?”, frug ich den freundlichen Leipziger, der mir diese bittere Wahrheit eröffnet hatte. “Da fahren Sie”, ich lasse den Dialekt hier mal lieber weg, “da fahren sie hier vom Parkplatz runter, dann links und immer geradeaus.” “Das glaube ich nicht”, erwiderte ich, “da ist doch die Baustelle, das geht doch nur stadteinwärts da.” “Oh”, meint der, “da hab ich ja jetzt gar nicht mehr dran gedacht. Dann wird das ja richtig kompliziert.”

Ich solle, so er weiter, immer grob auf jenes Hochhaus dort am Horizont zuhalten und dann dahinter links abbiegen. Ich mach das (das sagt sich so leicht: eine halbe Stunde hat’s schon gedauert, es zu erreichen) und steh nach dem Abbiegen prompt im Wohngebiet. Mehr Einbahnstraßen als Häuser.

Hier funktionierte dann irgendwann nur noch die Navigationsmethode, die Douglas Adams einst für Cambridge vorschlug: solange immer schneller werdend im Kreis fahren, bis einen die Fliehkraft rausträgt, und dann versuchen rauszubekommen, in welche Richtung man nun rausgeflogen ist. Den blauen Schildern Richtung Autobahn nach, dachte ich, kann man ansich nicht viel verkehrtmachen. Klappt aber nur, wenn die einigermaßen konsistent an jeder Kreuzung, wo man abbiegen müßte, stehen. Klappt also nicht in Leipzig.

Dafür gabs dann Massen dieser schönen weißen “Bitte einordnen”-Verkehrtschilder: unten zwei bis vier Linien, die sich über ein lustiges Muster in drei bis sechs Pfeilspitzen oben verästeln, die in zwei bis vier Richtungen weisen. Tolle Sache. Nur steht da leider nirgends, welcher Pfeil zu welchem Ziel gehört. Eigentlich steht auf dem ganzen Schild kein einziges Ziel. So weiß ich dann, wenn ich halblinks fahren will, muß ich auf die zweite Spur von links. Aber woher soll ich wissen, wohin ich fahren will?

Naja, mit Hilfe des Sonnenstandes, des Erdmagnetfeldes, einer guten Portion mutigen Ratens und nicht zuletzt ebenso mutigen Ignorierens irgendwelcher durchgezogenen Linien und ähnlichen Unsinns gelang es mir schlußendlich, den Moloch (wie ich diese Stadt fortan zu nennen gedenke) zu verlassen, die Autobahn zu erreichen und dann von der richtigen Ausfahrt mit der inzwischen ertelefonierten richtigen Wegbeschreibung einen neuen Versuch zu starten. Und das ging dann ja auch prima. Aber ganz ehrlich, liebe Leipziger Stadtväter: als ich mit einem tiefen Seufzer das Gaspedal durchtrat auf dem Beschleunigungsstreifen, erstmals seit drei Stunden wieder schneller als 40 fahrend, da war die Versuchung doch schon sehr groß, dieses Leipzig komplett zu vergessen und unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu fahren.

Und wenn Ihr meint, daß das der Eindruck ist, den ein Besucher von Eurer Stadt haben sollte, dann macht doch ruhig einfach weiter so.

Empfiehlt jedenfalls und freut sich auf seinen nächsten Besuch in Hannover (und hätte dieses vorher nie im Leben für möglich gehalten):
Euer Dieter Schlabonski.

Steffi, was bist du alt geworden

Fahrbericht Opel Corsa A

Kraftfahrzeugüberführungslogistikbedingte Zwangsumstände machten mich eines Wochenendes zum weniger stolzen Zwischen- bis Letztbesitzer eines 1990er Opel Corsa A “Steffi Special”. Da drin hätte ich mich zu seiner Blütezeit nicht mal tot erwischen lassen wollen: was haben wir damals über die Kiste und ihre Namensgebung gelästert! Heute entlockt mir der Schriftzug nur ein müdes Schmunzeln. Ich schwöre, ich werde alt.

Der Corsa ist aber auch alt geworden inzwischen, denk ich mir so, als ich vor ihm stehe. Noch die Prä-Facelift-Version mit dem verhärmt dreinblickenden grauen Plast-Grill, innen auch alles in freudlos-grauem Hartplastik (außen ist er weiß, wo er nicht plastgrau oder rostrot ist). Erinnerungen an Kadett D und E kommen aus Urzeiten wieder hoch. Auch das Armaturenbrett-Design erinnert an den D-Kadett: oben klotzig, unten nach vorn fliehend.

Mann, ist das alles lange her. Aber noch nicht lange genug.

Das einzige, was diesen Corsa etwas rauszureißen vermag, so denke ich mir, ist das große, elektrische Faltschiebedach, wie es außer dem “Steffi Special” laut beiliegender Faltdach-Extraanleitung auch der “Joy” gehabt hat. Das Ding ist zwar nicht mehr dicht und auch nicht mehr schön, aber wenn es offen ist, ist es sehr offen – und das ist bei dem Wetter wichtiger. Doch, denke ich, die 400 km nach Hause wird der wohl zu ertragen sein. Also volltanken und ab.

Erste Überraschung: Das Ding geht nicht mal schlecht. Nachlesen im Schein ergibt, daß es sich um einen 1.4i mit 60 PS und G-Kat handelt. In der leichten Büchse kein Wunder, daß der ordentlich zieht. Auch die Fünfgangschaltung klackt recht sauber, so daß der alte Eimer sehr viel souveräner fährt, als er aussieht. Ab 150 wird er aber unruhig, so daß ich mich nach einigen kurzen Ausflügen in Geschwindigkeitsregionen jenseits des Richttempos mit 120-130 bescheide und mit offenem Faltdach die laue Frühlingsnacht genieße. Ist angesichts der eher zahm beißenden Bremse (wobei ich da von dem zuvor überführten Citroen BX und meinem eigentlichen Golf 16V sicher verwöhnt bin) wohl auch besser so.

Zweite Überraschung: bei dem Tempo verbraucht die Kiste beinahe nix. Der volle Tank ist am Ziel immer noch halbvoll, und auch wenn die Tankuhr da ein wenig gelogen haben mag, so sind die gut 550 km mit 38 Litern oder 6,9 Liter auf 100 km, die er bis zum Nachtanken geschafft hat, m.E. nicht so übel.

Insgesamt hat der olle Opel durchaus positiv zu beeindrucken gewußt. Ausreichend flott, recht leise, ordentlich gefedert, vorne recht geräumig, zuverlässig sowieso und obendrein relativ sparsam. *staun* Für geschenkt war der auf keinen Fall zu teuer, und ich fuhr ihn auch noch ne Weile, bis er denn wegging. Bei dem Wetter ist so ein Faltdach echt klasse, wer mag mir mal bitte ne Ente verkaufen? Denn den Corsa zu behalten, kam denn doch nicht in Frage. Denn erstens ist das trotz der Überraschungen immer noch ein bemerkenswert öder, freudloser 80er-Jahre-Kleinwagen, der mir spätestens dann, wenn kein Faltdachwetter mehr ist, auf die Nerven gegangen wäre; zweitens rostete zumindest meiner wie die Seuche; drittens kostete er laut seiner Vorbesitzerin horrend viel Versicherung; und viertens hab ich meinem Golf zuliebe schon den BX weggegeben, da werd ich ganz bestimmt keinen Opel behalten stattdessen. Also weg damit.

Nur wohin?

Mein erstes Auto, damals, 1988, war ein 1970er Käfer. Der hat damals 500 Mark gekostet, und für weitere 500 war an ihm zu schweißen, bis er TÜV bekam. Und das war für ein erstes Auto damals auch beides ganz normal, wenn auch meiner tendenziell ein bißchen älter war als die meisten und auch damals schon Golf, Fiesta und Kadett des Käfers Vorherrschaft im Letzthand-Sektor gebrochen hatten.

In unserer Clique war aber der Käfer der Regelfall. Und wir liebten unsere alten Hebben – feierten ihre Geburtstage, gaben ihnen Namen, bastelten sie gemeinsam übern TÜV und reparierten ihre kleinen und großen Malaisen im Teamwork. Ein neues altes Auto war ein Ereignis nicht nur für seinen Besitzer, und wenn ein altes altes Auto zu bestatten war, wurde auch das gebührend gewürdigt. Wir waren schon ziemlich durchgeknallte Spinner damals.

Wo sind diese Leute heute?

Nein, nicht dieselben von damals. Die kenne ich ja auch heute noch. Heute fahren sie im Regelfall Bulli (T2 oder zunehmend T3) statt Käfer, geben ihnen immer noch Namen, fahren immer noch auf Treffen, und daß man die Bullis der anderen weniger gut kennt und weniger Anteil an ihrem Leben nimmt als damals, ist ja normal – mit den Leuten selber ist das ja auch nicht anders.

Aber wo sind heute die durchgeknallten Spinner mit den mäßig bis schlecht erhaltenen Beinahe-Youngtimern, den dünnen Brieftaschen und den selten erkaltenden Schweißgeräten? Irgendwie sind die jungen Leute, die ich so kenne, entweder (zwar auch durchgeknallte) Custom-, Tuning- oder wie auch immer man das heute nennt-Freaks, oder sie fahren eben irgendwelche Kisten mit 6 bis -2 Monaten Rest-TÜV in Grund und Boden, oder Papi hat ihnen einen jungen Gebrauchtwagen zum Abi geschenkt.

Stimmt mein Eindruck, oder gibt’s auch noch andere? Wenn es sie gibt, würde ich mich freuen, von ihnen zu hören. Auch wenn dieser Corsa mittlerweile (für 40 Euro als Teilespender) verkauft ist – denn eigentlich hätte er irgendwie Besseres verdient gehabt, finde ich. Obwohl es ein Opel war. Ich werde wirklich alt. 🙂

Dieser Artikel erschien am 11.5.2006 in der Usenet-Gruppe de.etc.fahrzeug.auto, lag seit etwa 2010 auf ermel.org im Web und lebt seit November 2017 hier — aber mit dem Datum von damals, damit niemand denkt, er sei aktuell ;-)

Bier auf’m Buckel

In Fortsetzung quasi von diesem Artikel erblickte ich neulich auf der Autobahn dieses Fahrzeug, dessen Anschrift offensichtlich aus derselben Immätsch-Kämmpäihn stammt und zudem auch noch sehr viel gelungener ist, so daß selbst ich da nicht mal drüber lästern möchte. Bitte die beschissene Bildqualität zu entschuldigen, aber für ein Foto während der Fahrt mit 90 auf ner sanierungswürdigen Autobahn bei ziemlichem Mistwetter bin ich schon froh, daß man’s überhaupt lesen kann:

Alle acht Sprüche dieser Kampagne finden sich (als Fotoretuschen) in diesem PDF bei mercedes-benz.de, wobei ich für die Dauerhaltbarkeit des Links keine Garantie übernehme und wenig Zuversicht hege. Der Weg dahin führt über Lkw -> Fahrerwelt -> Events & Fun -> Rückseitenkampagne. Da kann man dann auch, wenn man selber so ne Kiste (und ne Firma dazu) hat, die Sprüche als Klebefolie kostenlos bestellen, was ich allen Spediteuren ans Herz legen möchte! Ich freu mich immer, wenn ich mal so einen seh.

Wo der Terror lebt: Der Imbißwagen

Wer seine Tage in Institutionen verbringt, in denen mehr Menschen arbeiten als durchschnittlich so üblich, also etwa in (verwirrenderweise so genannten) Leeranstalten oder ähnlichem, der kennt es: das allmorgendlich zur besten Büroschlaf-Zeit ertönende ohrenbetäubende *Tuuuuuuuuut* oder auch, traditionsbewußter, *Drrrrrriiingg*, mit dem ein sich auf den Parkplatz quälender Letzthand-Hanomag, -Ducato oder -Vito mit kastenförmigem Verkaufsaufbau seinen astmathisch keuchenden Diesel zu übertönen und gleichzeitig seine Opfer zur Schlachtbank zu rufen sucht.

Jene Schlachtbank, vom Personal indes mit dem Tarnnamen “Theke” belegt, ist garniert mit mehr oder weniger geschickt als Nahrungsmitteln getarnten Folterinstrumenten. Alle, alle sind sie dort versammelt: die am Vortag in der Vortagsbäckerei entsorgten Brötchen, belegt mit dem bei Edequ neulich wegen Ablaufdatum entsorgten Schimmelkäse, der bereits graugrünlichen Bierwurst und dem schon frisch ungenießbar gewesenen Kotzarella, nicht zu vergessen dem allgegenwärtigen lappigen Salatblatt; das mit 2 cm Panade getarnte und sorgfältig totfritierte Schnitzel (und man möchte wirklich nicht wissen, das wievielte Leben desselben in der Friteuse geendet hat), der Phosphatlöken in Tomatenschlatze und natürlich der absolute Klassiker: die Frikadelle, gern auch als “Bremsklotz” tituliert und einem solchen auch durchaus in Farbe und Konsistenz nicht unähnlich. Wenn man Glück hat.

Das Erstaunliche an solchen Kisten ist auch weniger, was sie so anbieten oder daß es einer kauft, als daß es Leute gibt, die da immer wieder kaufen. Aber was soll man denn auch tun? Ne halbe Stunde eher aufstehen und sich selber Brote schmieren? Fällt schwer, auch weil irgendeine der gar nicht so zahlreichen Zutaten eh nie im Haus ist. Bis zur Mittagspause (so es eine gibt) hungern und dann die örtliche Gastronomie beehren? Auch nicht besser, zumindest gar zu oft. Und etwaige Betriebskantinen sind ohnehin weiträumig zu umfahren, wenn einem das Leben lieb ist, denn die haben’s noch einfacher, mit Abfallverwertung durchzukommen: die kann man nämlich nicht notfalls mit Waffengewalt vom Parkplatz entfernen.

Also stürmt man beim Ertönen der Hupe oder Glocke doch wieder hinaus auf den Parkplatz und ersteht an der Rostlaube nach längerem Anstehen die üblichen ballaststoffreichen (Euphemismus für “wie Steine im Magen liegenden”) Nahrungs(?)mittel, um sich sodann mit deren “Genuß” von der Öde des Alltags abzulenken. Denn dann hat man wenigstens mal was, über das zu ärgern es sich wirklich lohnt.

Aber ich muß schließen: draußen hupt der Ducato. Schlabonski wünscht wie immer guten Appetit.

Ältere Beiträge unserer beleibten Serie “Kulinarische Ausflüchte”.

Na Hauptsache einer ist glücklich

Lieferwagen 'Obst von glücklichen Bäumen'

Sahne-Waffeln

Ein Rezept von unserem Gastautor Heiko Herholz

Zutaten

  • Waffeleisen inklusive geeigneter Stromversorgung* (gibt es regelmäßig im Kaffeefachhandel)
  • Rührgerät inklusive geeigneter Stromversorgung* (gibt es regelmäßig im Discount-Selbstbedienungladen)
  • 2 Eier (roh und am besten aus Freilandhaltung von einer dioxinfreien Wiese)
  • 125g Margarine (ich nehme immer die billige aus dem Kaufmarkt, im Reformhaus gibt es aber bestimmt auch gewaltfreie Margarine)
  • ein Becher Sahne (gibt es im ständigem Sortiment vieler Läden in der Kühlabteilung)
  • 250g Mehl (Typ 405 oder 550, gibt es zum Beispiel in der Mühle Wolter in Buchow-Karpzow)
  • ein halbes Tütchen Backpulver (Natron tut es auch oder einfach ein paar Eier mehr. Man kann statt Backpulver auch Mineralwasser nehmen, aber Vorsicht: umgekehrt ist das meist weniger zielführend, da Backpulver ein schlechter Durstlöscher ist)
  • einen halben Becher Milch (so von einer Kuh oder sowas, Ziege geht notfalls auch)
  • eine Rührschüssel (wenn nicht vorhanden, dann kann frau/man sowas auch aus einem Baumstumpf schnitzen, dauert dann aber etwas länger)
  • Puderzucker (z.B. aus dem Kolonialwarenhandel oder so)

* Stromgeneratoren gibt es im Siedlerbedarf. Kraftstoff dafür gibt es in der Apotheke, im Baumarkt oder, wenn man genug Geld hat, auch an der Tankstelle (man kann auch einen Fahrrad-Dynamo zweckentfremden (Fahrräder gibt’s auf dem Sperrmüll oder vor der Uni), dauert dann aber etwas länger).

Zubereitung

Das Waffeleisen wird an den schwarzen, profilierten Innenflächen mit etwas Margarine eingefettet. Anschließend die Stromversorgung herstellen und einschalten (rtfm). Das Mehl in die Schüssel geben (ggfs. sieben, dann hat man die Mehlwürmer nicht im Teig. Ein Sieb kann man sich notfalls auch aus einer Plastiktüte bauen, dauert dann aber etwas länger). Die Eier aufschlagen und den flüssigen Inhalt moglichst schalenfrei aber komplett in die Schüssel überführen. Die Margarine auch in die Schüssel befördern. Den Becher Sahne (ohne Becher) in die Schüssel kippen. Das Verfahren mit dem Backpulver und der Milch wiederholen.

Mit dem Rührgerät (rtfm) den Schüsselinhalt so lange bearbeiten, bis die Masse homogen und insbesondere klümpchenfrei aussieht. Mit einer Kelle (kann man notfalls aus dem Holz des gefällten Baumes schnitzen, dauert dann aber wieder etwas länger) die Breimasse auf die untere schwarze profilierte Innenfläche gleichmäßig auftragen. Nicht zuviel oder zuwenig Teig verwenden (spätestens ab der dritten Waffel hat frau/man in etwa die korrekte Menge experimentiell ermittelt). Das Waffeleisen zuklappen (die obere profilierte schwarze Innenfläche in den Teig drücken). Einige Zeit warten (spätestens ab der 3. Waffel entwickelt frau/man ein Zeitgefühl dafür).

Das Waffeleisen aufklappen und die Waffel mit einer Gabel (ggfs. wie Kelle herstellen) entnehmen. Den Puderzucker mit einem Sieb (s.o.) und einem Löffel (ggfs. wie Kelle herstellen) auftragen.

Guten Appetit!


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Achwas: Der Kronenkorken

Na man gut, daß die das draufgeschrieben haben. Sonst wäre ich da nie drauf gekommen.

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Schlabonski bloggt?

Huch, moderne Zeiten? Ein Blog auf Schlabonskis Welt? Bin ich denn von allen guten Geistern verlassen?

Sieht so aus, ja. Nachdem es aber letztes Jahr sehr sehr still geworden war um Schlabonskis Welt (wenn man mal das Geßtbuck und die Zugriffsstatistiken außen vor läßt), hab ich mir gedacht, probierste mal, wie das so ist, wenn man bloggt, statt handzucodieren.

Bis jetzt fühlt sich das ganz gut an. Schaun mer mal.

Und immerhin bleibe ich meinem Ruf, eine optisch nicht sonderlich spektakuläre Weppßait zu machen, offensichtlich treu. Also keine Bange da draußen 🙂

Nachtrag anläßlich des ersten größeren WordPress-Updates und Redesigns, grad mal gut elf Jahre später: Bitte nicht wundern, warum hier mitten in der Zeitleiste ein erster Blogpost auftaucht — es war tatsächlich der erste, alles noch ältere wurde ab Ende 2017 aus der alten Website nachträglich importiert. Und die Optik ist auch etwas weniger schlicht als damals, es sei zugegeben.  Dafür gibt es aber auch kein Geßtbuck mehr.

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