DATENSCHUTZ / KLASSIKER

Facebook, Google, GMX & Co – was die wirklich wissen

Ich schreib das im November 2011. Facebook hat damals gerade die Timeline eingeführt und Leute werden nervös weil auf einmal alle alten Posts sichtbar sind. GMX und Web.de sind die dominanten deutschen E-Mail-Anbieter. Google hat gerade Google+ gestartet.

Was alle gemeinsam haben: sie sind kostenlos. Und in der Tech-Branche gibt es einen alten Satz der sich bewahrheitet hat: wenn du für das Produkt nicht zahlst, bist du das Produkt.

Was diese Dienste wissen

Facebook weiß 2011 schon: dein soziales Netzwerk, deine Interessen aus den Seiten die du likest, wann du online bist, deine Bewegungen wenn du Facebook-Login auf anderen Seiten benutzt, welche Werbung du anklickst. Das ist nur was öffentlich bekannt ist.

Google weiß: was du suchst, welche Seiten du besuchst wenn du eingeloggt bist, deine E-Mails wenn du Gmail nutzt, deinen Standort wenn du Google Maps verwendest. 2011 ist das schon so, und es wird mehr, nicht weniger.

Was man dagegen tun kann

Weniger nutzen. Alternativen wählen. Separate Browser-Profile für verschiedene Zwecke. Nicht bei jedem Dienst mit dem Google-Account einloggen. Das alles ist kein Paranoia-Rezept, das ist pragmatischer Umgang mit einer Situation die so ist wie sie ist.


Update 2026: Dieser Beitrag ist 15 Jahre alt. Facebook heißt jetzt Meta, Google hat mehr Produkte als je zuvor, und TikTok hat GMX als Datenschutz-Gesprächsthema abgelöst. Die grundsätzliche Aussage ist unverändert. Wenn überhaupt, ist sie aktueller als 2011.


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