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python.exe – Beiträge eines Quereinsteiger
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Python – spät angefangen, nicht bereut

Ich komme aus der PHP-Welt. Das wissen die meisten die hier öfter vorbeischauen. Python hab ich mir vor ein paar Jahren beigebracht weil ich eine konkrete Aufgabe hatte – Datenpipeline, CSV-Verarbeitung, ein bisschen Scraping – und PHP dafür schlicht unhandlich war. Keine große Ideologie dahinter, keine Bekehrung. Einfach das richtige Werkzeug für den Job.

Was ich seitdem festgestellt hab: Python macht viele Dinge wirklich elegant. Die Syntax ist angenehm zu lesen. Die Standardbibliothek ist üppig. Und das Ökosystem für Datenverarbeitung – pandas, requests, pathlib, alles drumherum – ist schlicht besser als was PHP da bietet. Dafür nervt mich das Virtual-Environment-Chaos regelmäßig. Und dass jedes zweite System noch Python 2.7 irgendwo versteckt hat. Aber gut, das ist ein anderes Thema.

Hier sammle ich meine Python-Beiträge. Kein Data-Science-Glamour, kein Machine-Learning-Hype. Hauptsächlich praktische Sachen: Automatisierung, Dateiverarbeitung, APIs, Skripting. Das was ich tatsächlich benutze.

# So mag ich das – lesbar, kein Gefummel mit open() from pathlib import Path import csv data = Path("daten.csv").read_text(encoding="utf-8") rows = list(csv.DictReader(data.splitlines())) # rows ist jetzt eine Liste von Dicts. Fertig. Kein Filehandle-Vergessen.

Beiträge

Datenpipelines mit Python – was ich nach einem Jahr gelernt hab

Ein Jahr produktiver Python-Einsatz für Datenpipelines. Mein Fazit: pandas ist mächtig aber man muss aufpassen dass man nicht jedes Problem mit einem DataFrame löst wenn ein simples Dict auch reicht. pathlib ist wunderbar. Das Virtual-Environment-Chaos ist real und bleibt real. Und wer Daten regelmäßig aus externen Quellen zieht sollte von Anfang an Fehlerbehandlung einbauen – nicht nachdem die Pipeline dreimal um 3 Uhr nachts abgestürzt ist.

Python lernen als PHP-Entwickler – wo's hakt und wo nicht

Die Syntax ist schöner als PHP. Die Einrückungsregeln sind Geschmackssache – ich hab mich dran gewöhnt, mag sie aber immer noch nicht bedingungslos. Was mich wirklich überrascht hat: wie anders das Ökosystem funktioniert. In PHP gibt's Composer und fertig. In Python gibt's pip, conda, poetry, pipenv und vermutlich noch drei andere Sachen die ich nicht kenne. Wer anfängt sollte das direkt richtig lernen, nicht wie ich – trial and error über Monate.

Wann Python, wann PHP – meine persönliche Entscheidungshilfe
Aufgabe Python PHP
Webanwendung / CMS eher nicht ja
Datenverarbeitung / CSV ja geht, aber nervig
API-Anbindung / Scraping ja geht auch
Cronjob / Automatisierung ja geht auch
Legacy-Codebase pflegen nein ja, leider

Die Tabelle ist natürlich vereinfacht – aber ungefähr so treffe ich die Entscheidung in der Praxis. Alles was mit Webanwendungen, bestehenden PHP-Projekten oder schnellen Backend-Seiten zu tun hat: PHP. Alles was Daten, Automatisierung, Skripte und keine Browser-Requests involviert: meistens Python.


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