Elektroklöpse

Im Jahre Neun (oder je nach Zählweise auch Sechs) nach dem Tesla Model S, von dem man ja sagen kann, was man will, aber seine Vorreiterrolle als erstes fernreisetaugliches und begehrenswertes serienmäßiges Elektroauto wird man ihm kaum absprechen können, knapp ein Jahrzehnt später sind nun also auch die traditionellen „Premium“-Autohersteller soweit und kündigen so allmählich auch mal konkrete Produkte an.  Und im Gegensatz zum Tesla Model X, der ja auch als „SUV“ verkauft wird, aber in meinen Augen eher ein höhergelegter Minivan ist, sind diese Neuankündigungen alle natürlich was?  Genau, „richtige“, also aggressive Protz-SUV.

Noch am erträglichsten scheint der Audi e-tron zu werden, irgendwo zwischen A6 allroad und Q5 im Format, einigermaßen schlicht geformt, natürlich trotzdem mit einem beim Elektroauto ja völlig unnötigen Riesen-Kühlerschlund fürs Überholprestige, aber da habe ich schon Schlimmeres gesehen.  Trotzdem stellt sich die Frage, warum es denn ein SUV sein muß — gerade ein reichweitengeplagtes Elektroauto könnte doch vom geringeren Luftwiderstand einer flacheren Form profitieren, der Tesla S macht es vor, und die ohnehin bei den meisten Premium-SUV nur virtuelle Geländetauglichkeit wird’s ja nun nicht sein bei einem Elektroauto, oder?

Auch wenn es geht.  Das macht zumindest heise autos mit dem Jaguar iPace vor, der zumindest eine gewisse Schlechtwegetauglichkeit auch erkennen läßt — fraglich, ob die Zielgruppe das interessiert, wird der Wagen doch in erster Linie als flott zu bewegender Straßenpanzer gesehen und in der Praxis vermutlich ohnehin als Kindertagesstättenbomber genutzt werden.  Auch hier geht’s natürlich wieder nicht ohne Riesen-Kühlermaul, aber zumindest das restliche Design ist, wenn auch modisch, so doch wenigstens einigermaßen inoffensiv.

Was man vom Mercedes EQC so nun nicht sagen kann.  Dieser Protzbrocken hätte in Design und Format 1:1 als Nachfolger des GLE gepaßt, dem zweitgrößten und für europäische Städte schon ziemlich überdimensionierten Mercedes-SUV also.  Nur der Grill ist beim Elektro-SUFF nochmals größer und auffälliger.  Der 2,5-Tonner (nein, nicht Nutzlast: Leergewicht!) verbraucht pro 100 km mehr Strom als ein Singlehaushalt in der Woche und ist wie alle hier erwähnten Autos so ein eher zweifelhafter Beitrag zu Energiesparen und Umweltschutz, aber was will man auch vom ältesten Automobilhersteller der Welt erwarten — Innovation?

Die hätte man schon eher von DS erwartet, dem „Premium“-Label von PSA, also Peugeot-Citroën-Opel, aber auch dort kommt mit dem DS3 Crossback E-Tense als erstes ein ganz normales SUV auf den Markt, zufällig elektrisch angetrieben und DS-typisch designmäßig verschwurbelt, aber ohne irgendwelche erkennbar neuen Ideen.  Der Kühlergrill ist hier aber immerhin nicht ganz so dominant, was insofern wundert, als daß es den DS3 Crossback auch (oder sagen wir lieber: in erster Linie) mit Verbrennungsmotoren zu kaufen gibt.

Die Krönung aller Elektrogrillgeschwüre findet sich aber bei BMW in der Studie iNext, der man auch neue Ideen nicht absprechen mag — nur sind diese Ideen keine guten.  Die klassische BMW-Niere ist mittig zusammengelaufen und so zur Hantel entstellt, und der Rest könnte aus dem Waffenarsenal des Toyota-Designstudios entlaufen sein in seiner schon absurden Aggressivität mit viel zu hohen Schlitzscheinwerfern, seltsamen Kanten, Lufteinlaßattrappen, verglasten B-Säulen und so weiter.  Das Ding sieht aus wie ein Requisit aus einem schlechten 90er-Jahre-Science-Fiction-Film.  Soll das die Zukunft bajuwarischen Premium-Automobilbaus sein?

Es steht zu befürchten.  BMW ist ja immer für eine Design-Überraschung gut, nur eben für keine guten.  Und nein, das ist keine Geschmackssache, zumindest nicht nur — denn die zunehmende Aggessivität im Autodesign ist ja nun nicht zu leugnen, und die damit verbundene Ellenbogenmentalität kann einem durchaus Sorgen machen.  Daß nun ausgerechnet die Elektrofahrzeuge, die ja eigentlich Sinnbild einer neuen, umweltschonenderen, lärmarmen und wenn man so will freundlicheren Zeit sein könnten, besonders aggressiv das Weiter-so, das Platz-da-hier-komme-ich und das Eure-Armut-kotzt-mich-an in den visuellen Kortex des Betrachters brennen, macht klar, daß man in der klassischen Autoindustrie eben nicht verstanden hat, daß es auf die althergebrachte Art nicht ewig weitergehen kann.

Oder man will mit diesem Design eben die Reichen schon mal auf die Panzerfahrzeuge vorbereiten, die sie brauchen werden, wenn die Armen endlich mal aufstehen 😉

Zum Schluß möchte ich aber auch noch einen Hersteller erwähnen, der ein versöhnlicheres Elektroauto-Konzept verspricht: Eine eigene Plattform mit einem Sandwichboden voll Akkus, an jeder Ecke ein Rad, und obendrauf ein Schrägheckauto, ein Kleinbus und — natürlich, kommt man nicht drumrum, aber zumindest wohl nicht als erstes — ein SUV, die aber alle drei freundlich, fast sanft gezeichnet sind.  Es bleibt natürlich noch abzuwarten, wie das dann in der Serie ankommt, aber die Volkswagen I.D.-Palette ist bis jetzt das einzige Konzept eines Traditionsherstellers, das mir Hoffnung macht.  Hoffnung, daß sicherlich nicht alles gut wird, aber daß es zumindest nicht immer nur und immer schneller bergab geht.

Fodavone 4.0

Hier geht’s zu den Prequels: Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

Daß sie einigermaßen schnell reagieren auf Beschwerden an ihrer (Sc)Heißlinie, das muß man den Dummbratzen bei Fodavone ja wirklich zugutehalten.  Und diesesmal haben sie es auch tatsächlich geschafft, die Vertragsänderung mit den 200 MBit/sec so einzugeben, daß sie es bis auf die Auftragsbestätigung geschafft hat.  Allerdings …

… stehen die 2,99 €/Monat für die WLAN-Option immer noch drauf.

Und ich komme auch immer noch nicht über die schiere Unverschämtheit hinweg, eine Funktion, die den Provider genau gar nichts kostet, von diesem kontrollierbar und kostenpflichtig zu machen.  Was denken sich diese Schweinepriester eigentlich?  Die WLAN-Funktion ist in dem Kabelrouter eingebaut, sie kostet nur ein bißchen Strom (den der Kunde bezahlt), sonst nix.  Vermutlich mußten sie sogar extra Kabelrouter bauen lassen, bei denen der Provider diese Funktion in Geiselhaft nehmen kann, um vom Kunden Schutzgeld dafür zu erpressen — „schönes WLAN haben Sie da! Wäre doch schade, wenn das einfach mal abgeschaltet würde, oder?“  Echt, ich fasse es immer noch nicht.

Aber sie hatten ja versprochen, das in diesem Fall kulanterweise mal kostenlos freizuschalten, weil die Telefonwerberin, die meinen Vadder zu diesem Upgrade überredet hat, „versehentlich“ „vergessen“ hat zu erwähnen, daß das WLAN nun Geld kosten werde.  Daran ein weiteres Mal telefonisch erinnert, wurden wir seitens Fodavone beschieden, es handle sich lediglich um „ein Versehen“, man habe diesen kulanten Verzicht durchaus in den Computer eingegeben, aber der habe das leider „nicht registriert“.  Ja nee, is klar, Leute.  Bin gespannt, wie oft sie noch versuchen werden, Vaddern die 2,99 unterzuschieben in der Hoffnung, daß er endlich aufgibt und es gut sein läßt.  Denn daß das noch ein Versehen ist, Fodavone, das könnt Ihr meiner Großmutter erzählen — denn die ist tot und kann nicht mehr auf Euch schleimiges Gesocks reinfallen.

(Bemerkung am Rande: die Überschrift „Monatliche/Jährliche Kosten“ und darunter dann die monatlich zu zahlenden (stolzen) Preise ohne jeden Hinweis darauf, daß es eben keine jährlichen sind, ist eigentlich auch nicht so ganz koscher, oder?  Aber das wirklich nur nebenbei.)

Ganz ehrlich?  Wenn ich deren Vertragspartner wäre, ich hätte längst gekündigt wegen fortgesetzter vorsätzlicher Kundenverarschung.  Aber was willste machen.

Demnächst also in diesem Theater: Fodavone 5 — A Good Day to Fone Hard.  Mal sehen, ob es die letzte Folge sein wird.

Fodavone 3: Fone Hard With a Vengeance

Ich bin gespannt, ob die Die Hard-Titel für diese Serie reichen.  Hier geht es zu Teil 1 und Teil 2.

Das WLAN funktionierte dann tatsächlich irgendwann, und auch wenn die versprochenen 200 MBit/sec irgendwie nicht in den Endgeräten ankamen, geriet das Thema hier ein wenig in Vergessenheit.  Irgendwann zwischendurch fiel das WLAN dann nochmal aus, dicht gefolgt von einer …

…, was eine Reiteration des Telefongesprächs aus „Fone Harder“ mit etwas weniger lautem Verlauf und identischem Ergebnis nach sich zog, aber eigentlich war davor und danach alles gut — bis heute.

Da kam nämlich, man ahnt’s, die Auftragsbestätigung.  Und auf der stand zu lesen:

Die 2,99 Euro waren da noch nicht durchgestrichen.  Das erfolgte erst nach dem erneuten Telefonat, in dessen Verlauf Fodavone sich auf den Standpunkt stellte, der Auftrag sei widerrufen, der Vertrag laufe weiter auf 30 MBit/sec, aber die 2,99 €/Monat für die WLAN-Option seien trotzdem zu zahlen, die habe man ja nun dazugebucht.

Das exakte Gegenteil dessen also, was in den vorherigen Telefonaten besprochen worden war.

Nach nicht nur einer wie im letzten Teil, sondern sogar zwei Eskalationen zum Vorgesetzten (mit dem zu sprechen aber natürlich weiterhin verwehrt wurde, was meine Theorie, es handle sich dabei nur um einen Euphemismus für die Hoffentlich-legt-er-bald-auf-Warteschleife, nicht gerade entkräftet) endete aber auch dieses Telefonat mit demselben Versprechen wie alle übrigen: 200 MBit und kostenloses WLAN.

Auf die nächste Auftragsbestätigung darf man wohl gespannt sein.

Fodavone 2: Fone Harder

Zum ersten Teil der Saga bitte hier entlang.

Der Rückbau auf die alte Hardware war nicht von Erfolg gekrönt: Kein Netz, kein Telefon.  Was nun auch mittelerstaunlich ist — kann der neue Router die Konfiguration des Anschlusses dermaßen verkurbeln, daß der alte danach nicht mehr geht?  Oder haben die Fodavone-Techniker nach dem entzürnten Anruf mal eben mit ein paar Mausklicks …?  Man weiß es nicht.

Jedenfalls ging mal wieder ein halber Tag damit drauf, erfolglos zu versuchen, den alten Kram ans Laufen zu bekommen — nur um dann doch wieder den neuen Router anzustöpseln.  Es folgte eine weitere Telefonodysee, in deren Verlauf auf der einen Seite Wörter wie „vergessen mitzuteilen“, „entschuldigen“ und „leider nicht kostenlos möglich“ fielen und auf der anderen solche wie „Unverschämtheit“, „Wucher“ und „Verbraucherzentrale“.  Denn mal im Ernst, 2,99 € im Monat für WLAN?  Das im Router bereits eingebaut ist, zumindest hat er Tasten und LED dafür?  Ich frag mich ja schon, warum Fodavone überhaupt kontrollieren kann, ob der WLAN-Teil des Geräts an ist oder nicht — das hat doch mit deren Ende des Netzes nicht das Geringste zu tun eigentlich.

Das Gespräch eskalierte dann ein wenig — nein, nicht verbal, sondern zum Vorgesetzten der Fodavonikeuse am anderen Ende.  Beziehungsweise sollte es das; nach einer weiteren Warteschleifenpause kam stattdessen selbige doch wieder ans Rohr und meinte, sie habe mit ihrem Vorgesetzten gesprochen und „dürfe“ jetzt doch kostenlos das WLAN freischalten.

Jaja, „nicht möglich“ am Arsch.  Und jede Wette, daß es nie ein Gespräch mit einem Vorgesetzten gab, sondern nur ein vorgeschriebenes Ablaufprotokoll: erst abwimmeln, wenn der Kunde mit „Verbraucherzentrale“ kommt an die Beschwerdestelle verweisen („da müssen Sie aber ganz altmodisch einen Brief schreiben“, na klar, aber bestellen geht telefonisch, versteh schon), und nur wenn der Kunde nach dem Vorgesetzten fragt, halt „aus Kulanz“ die WLAN-Gebühr erlassen, aber nicht ohne ihn vorher noch mit zehn Minuten schlechter Musik und nerviger Werbung in der Warteschleife zu malträtieren — vielleicht legt er ja doch noch auf.

Das Freischalten des WLAN, so hieß es abschließend, werde aber noch bis nach dem Wochenende dauern.  Nee, is klar.  Da muß vermutlich ein Techniker extra mit dem Bulli zu einem Schaltkasten janz weit draußen gurken, um das aufzuschalten.  Bestimmt.  Ganz sicher.

Naja, wir werden sehen. Fortsetzung folgt.  Und die Moral von der Geschicht? Ohne Lautsein geht es nicht.  Herzlichen Glückwunsch, Fodavone, wenn das die Lektion ist, die Ihr Euren Kunden vermitteln wollt …

Könnt Ihr haben.

Wenn die Rechten „Trauer“ tragen

Los, schnell, ohne Googeln: was weißt Du über das Opfer der Messerattacke von Chemnitz?

Genau.  Und jetzt, liebe Pegidioten, liebe Arschgeigen für Doitschland, jetzt erklärt mir mal, warum ihr für so jemanden seit nunmehr über einer Woche Trauermärsche veranstaltet.  Und wieso es zu einem Trauermarsch gehört, johlend ausländisch aussehende Menschen zu jagen und verfassungsfeindliche Parolen zu brüllen.  Sollte man da nicht eher ruhig und in sich gekehrt sein?

Das hat doch nicht das geringste mit dem Opfer zu tun, was da abgeht.

Aber natürlich, ich vergaß, die allermeisten, die da mitlaufen, sind ja keine Nazis, sondern nur „besorgte Bürger“.  Ach ja?  Och ihr Armen, worum sorgt ihr euch denn?  Um die Kriminalität (die niedrigste seit 1992), den Bundeshaushalt (reichlich im Plus), den Ausländeranteil (im unteren einstelligen Prozentbereich)?  Besorgniserregend, fürwahr.  Und selbst wenn ihr diese Sorgen wirklich habt, aber gar nicht rechtsradikal oder ausländerfeindlich seid — wieso marschiert ihr dann mit denen?

Nee, Freunde, es bleibt dabei: Wer mit Nazis marschiert, wer ihre Parolen grölt — der ist ein Nazi.  Wenn ihr euch dieses Etikett nicht anheften lassen wollt, dann demonstriert gefälligst gegen die, nicht mit ihnen, ihr Pappnasen.

Politik und Medien natürlich immer fleißig dabei.  Das Wort „Chemnitz“ kommt in den Nachrichten derzeit gefühlt häufiger vor als „der“, „ein“, „heute“ oder „Stau“.  Und immer darf ein Pegidiot, eine Arschgeige für Doitschland seine Meinung kundtun.  Und der Rest empört sich und verurteilt scharf.

Und in Wuppertal machen sie drei Kreuze, daß die feigen Sackratten, die da die 13jährige vergewaltigt haben, anscheinend wenigstens gute doitsche Buben waren.  Sonst wär da auch die Hölle los.

Was für ein Land!

Fodavone

Bei meinen Eltern trudelte neulich ein Angebot ihres Kabelinternetproviders, den ich hier mal „Fodavone“ nennen möchte, ein: wie wäre es denn mit schnellerem Internet?  So 200 MBit statt derer 50, für nur 3 Euro mehr im Monat, wäre das genehm?  Jup, wäre es, so lautete das Verdikt, „machen Sie mal“.  Man erwartet da ja, daß die bei sich in der Konfigurationsmaske einen Schieberegler hochziehen oder ein Häkchen setzen, und schwupp, ist es schnell.

Ja von wegen.

Ein paar Tage später kam ein großes Paket mit einem neuen Router, dessen Anschluß, obschon verkompliziert durch die Tatsache, daß die Erkenntnis, daß das VoIP-Adapterdingsi, welches mit dem alten Router noch erforderlich gewesen war, nun obsolet sein würde, verspätet eintrat, auch relativ schnell erledigt war, drin.  (Doch, der Satz ist korrekt.  Lies nochmal.)

Die Inbetriebnahme hingegen war eine Schleife aus Anleitung lesen, einschalten, warten bis das Geblinke aufhört, testen ob Telefon geht (ja), WLAN einschalten (reagiert nicht), testen ob WLAN geht (nein), LAN-Kabel anschließen, testen ob LAN geht (ja), testen ob Internet über LAN geht (ja), Konfigurationsseite des Routers aufrufen, WLAN-Einstellungen suchen (keine da), Hotline anrufen (voraussichtliche Wartezeit: 90 Minuten), hm, probieren wir es nochmal.  Und da der Kram in einem ziemlich vollgerumpelten Zimmer in der hintersten Ecke steht, ist jeder Weg zum Router beschwerlich.  Naja.

Spätabends war die Hotline dann doch in endlicher Zeit erreichbar — und verkündet etwas, das ich immer noch nicht so ganz glauben kann: Das Freischalten von WLAN auf dem neuen Router kostet 2,99 €.  Pro Monat.

Weil das ja so gut wie kein Kunde braucht?  Keine Ahnung, was die Firma Fodavone sich da denkt — vielleicht wollen sie auch einfach ein paar Kröten nebenbei einsacken als Ausgleich für das Versenden nie bestellter oder gewollter Hardware, man weiß es nicht.  Hat jedenfalls nicht geklappt — während diese Zeilen entstehen, ist Vaddern dabei, den ganzen Kram wieder auf den alten Stand zurückzubauen.  Drückt uns mal die Daumen.

Update: Fortsetzung folgt. 🙁

Zehn-eins-zehn

Nachdem sich die anderen Sprachen von der Begegnung mit der Zählweise von Französisch erholt hatten, erhob sich eine uralte Sprache in einer fleckigen weißen Tunika und verkündete mit krächzender Stimme: „Jetzt werde ich euch Frischlingen mal zeigen, wie man richtig zählt.“

Andere Sprachen: „Denn man los, Oma!“

Alte Sprache: „Eins, eins-eins, eins-eins-eins …“

Andere Sprachen: „…“

Alte Sprache: „… eins-fünf, fünf, fünf-eins, fünf-eins-eins …“

Andere Sprachen: (murmelnd) „Die verarscht uns doch, oder?“

Alte Sprache: „… fünf-eins-eins-eins, eins-zehn, zehn, zehn-eins …“

Italienisch: „Ist ja gut, Oma.  Gaanz ruhig.“

Alte Sprache: „… zehn-eins-eins, zehn-eins-eins-eins, zehn-eins-fünf …“

Andere Sprachen: (führen die Greisin behutsam aus dem Raum)

Alte Sprache: „… zehn-fünf, zehn-fünf-eins, zehn-fünf-eins-eins, zehn-fünf-eins-eins-eins …“, und sie endet mit erhobenem Zeigefinger triumphierend: „… zehn-eins-zehn!“

Französisch: (flüstert) „Wenigstens ist Oma schon so senil, daß sie nicht mehr bis tausend-hundert-fünfhundert-fünfzig-zehn-zehn-zehn-eins-fünf kommt wie letztesmal.“

Niederländisch: „Liegt bei euch in der Familie, was?“

🙂

 

 

Vier Zwanzig Zehn Sieben

Französisch: „Also ich zähle so: Eins, zwei, drei …“

Andere Sprachen: „M-hm.“

Französisch: „… sechzehn, zehn sieben, zehn acht …“

Andere Sprachen: (kucken höflich gelangweilt in der Gegend herum)

Französisch: „… zehn neun, zwanzig, zwanzig und eins, zwanzig zwei …“

Andere Sprachen: (runzeln die Stirn, sagen aber nichts)

Französisch: „… sechzig sieben, sechzig acht, sechzig neun, sechzig zehn …“

Andere Spachen: „Moment, was?“

Französisch: „sechzig elf, sechzig zwölf, sechzig dreizehn …“

Andere Sprachen: „Nicht dein Ernst, oder?“

Französisch: „… sechzig sechzehn, sechzig zehn sieben, sechzig zehn acht …“

Andere Sprachen: (massieren sich die Schläfen)

Französisch: „… sechzig zehn neun, vier zwanzig!“

Andere Sprachen: *sprachlos*

Französisch: „Vier zwanzig und eins, vier zwanzig zwei …“

Andere Sprachen: (stöhnen leise vor sich hin)

Französisch: „… vier zwanzig neun, vier zwanzig zehn, vier zwanzig elf …“

Andere Sprachen: (krümmen sich wie unter Krämpfen)

Französisch: „… vier zwanzig sechzehn, vier zwanzig zehn sieben …“

Andere Sprachen: „Okay, was zuviel ist, ist zuviel!“ (verlassen mit heftigem Kopfzucken den Raum)

Was eigentlich ausgesprochen schade ist, denn so konnte Französisch ihnen gar nicht mehr erzählen, daß es in der Westschweiz tatsächlich drei Ausdrücke für „achtzig“ hat, nämlich außer dem üblichen „quatre vingt“ auch noch „huitante“ und „octante“.  Das hätte ihnen den Rest gegeben … (Danke an Axel für den Hinweis! Und meine Inspriationsquelle.)

Konzentriert euch aufs Wesentliche

Es ist heute Donnerstag, und ich denk mir: da könnt man ja allmählich mal kucken, was mit der Montag angekündigten Hermes-Paketsendung ist.  Stellt sich raus:

Die sind seit Dienstagnacht damit beschäftigt, meine Sendung zu sortieren.  Hey Hermes, macht euch mal keinen Kopp über die Unordentlichkeit meines Pakets — schickt es mir einfach so chaotisch, wie es ist, ich sortier das dann schon selber, keine Sorge!

Bargeld

Neulich im Real-Kauf Gifhorn:

Krönung wäre jetzt noch, wenn der Gegenwert der Münzen direkt aufs Konto gutgeschrieben würde. Aber auch so finde ich die Unterscheidung zwischen Münzen einer- und Bargeld andererseits irgendwie … skurril.  Ob ich einem derart kompetent auftretenden Unternehmen meine bare Münze anvertrauen würde, müßte ich nochmal ernsthaft überlegen.

Danke an Axel fürs Bild — mit meinem Uralt-Händi wäre es noch um einiges schlechter geworden 😉

Nachtrag zum Dank: Huch, ein kursives Emoticon?  Ist das jetzt ein Bug oder ein Feature?

Freitagstexter VI: Pokalverleihung

Und wieder ist der Einsendeschluß vergangen, und es ist itzo an der Zeit, einen güldenen Blecheimer loszuwerden.

Den zweiten Platz von immerhin zwei zu vergebenden bekommt derchristoph für seine historische Betrachtung wie folgt: „Der erste Stau der Geschichte war noch recht übersichtlich. Einziges Fahrzeug – und somit Auslöser und Schlußlicht in einem – war der selbstgebaute Koloss von Robert Edwin Mühlenscheidt. Gottseidank war Onkel Hermann mit von der Partie, der dieses historische Ereignis photodokumentarisch festhielt.“  Fein beobachtet, keine Frage — auch wenn der Konstrukteur tatsächlich ein Herr Dipl.-Ing. Buschmann war, angestellt bei der Firma Magirus.

Jedoch war derchristoph leider völlig chancenlos gegen den dieswöchigen Sieger:

Als bei „Gib Gummi!“ noch die Funken flogen.

Als bei „Gib Gummi!“ noch die Funken flogen.

Und wer ist der hoffentlich stolze Gewinner?  Es ist *trommelwirbel* derchristoph *badumm-tss*!  Gratulation und Respekt, gegen so harte Konkurrenz sich durchzusetzen will schon was heißen 😉

Und so ist’s ein weiteres Mal derchristoph, der uns übermorgen mit einem neuen Freitagstexter erfreuen wird.  Instruieret Eure Browser, dem Pfeile zu folgen!

Blechschaden

Da wikipädiert man so gemütlich vor sich hin und findet folgendes Zitat:

 

Die maximale Dicke für Grobbleche liegt mittlerweile über 175 mm, da Weiterentwicklungen des Stranggießens Blechdicken von bis zu 300 mm ermöglichen.[1][2]

 

„Guten Tag, ich hätte gerne eine Tafel 300er Blech.“ — „Bitte was?“

„Au verdammt!“ — „Nu stell dich mal nicht so an, nur weil dir ein kleines Stück Blech auf den Fuß gefallen ist, du Memme.“

„Beim Schaden am Sattelauflieger des Unfallgegners handelt es sich nicht, wie von dessen Versicherungsgesellschaft behauptet, um einen Rahmenbruch, sondern lediglich um einen Blechschaden.“

„Ich erbitte ein Angebot zur Lieferung von 60 to 300er Blech pro Monat, Lieferform bitte als Coils.  Bahnanschluß ist vorhanden.“

„Du hast dir einen Panzer gekauft?!“ — „Nun reg dich nicht gleich auf, Schatz — sieh es einfach als Blechspielzeug.“

„Euer Ehren, es entspricht nicht der Wahrheit, daß ich die Polizei mit Stahlwürfeln beworfen hätte — tatsächlich handelte es sich um maximal handtellergroße Blechabschnitte.“

„Das muß man sich mal vorstellen: der Druckbehälter eines Kernkraftwerks ist tatsächlich nur aus Blech zusammengeschweißt!“

 

Und vielen Dank an Axel, der beim fröhlichen Telegramgeblödel über dieses Thema ein paar Ideen beigesteuert hat.

Freitagstexter VI

Nein, es liegt nicht an meinen Freitagstexterkünsten, daß hier ein Pokal nach dem anderen reinscheppert, sondern schlicht daran, daß momentan leider kaum jemand mittut bei diesem Spaß.  So auch dieses Mal, wo ich drüben bei der Sturmpost nur mangels Konkurrenz den Sieg abgeräumt habe.  Trotzdem natürlich vielen Dank!

Sei’s drum, jedenfalls ist jetzt Zeit für ein neues Freitagstexterbild.  Diesmal wieder tief unten aus dem Archiv, mir ist noch ganz staubig und spinnwebig:

Hier könnte Dein Text stehen.

Hier könnte Dein Text stehen.

Die Regeln sind, den Kenner wird’s kaum überraschen, auch in dieser Runde wieder dieselben wie schon immer: Mitmachen darf ein jeder, eine jede und einx*%&$ jedex*%&$, was Autorenkollektive keineswegs ausschließt; um eine Chance auf den Titel und Pokal zu haben, ist freilich erstens die Berücksichtigung des Einsendeschlusses, Dienstag 31. Juli, 24:00 Uhr, erforderlich und zweitens die Angabe der Adresse eines Blogs, in der man dann im Erfolgsfalle am kommenden Freitag die nächste Runde auszurichten gedenkt und verpflichtet ist.  Das muß nicht das eigene Blog sein, wenn man anderswo gastautorieren darf — und wer keine andere Möglichkeit hat, der darf auch gern hier.

Gesucht ist jedenfalls eine Bildunterschrift.  Ob das nur ein paar pointierte Worte sind oder 1.000 Wörter, ob Prosa oder Vers, ob familientauglich oder NSFW, ob lustig, sachlich oder wirr — all das spielt keine Rolle.  Und der Preis ist selbstverständlich nicht einklagbar, sondern wird streng subjektiv einzig und allein vom Ausrichtenden vergeben.  Also mal wieder von mir.

So, dann laßt es mal krachen!  Die Kommentarfunktion steht Euch zur freien Verfügung.  Und wie gesagt: Webseite (sprich: eigene Blogadresse) nicht vergessen!  Bin gespannt, was Euch dazu so einfällt.

Freitagstexter V: Pokalverleihung

There are so many places one could have gone with this.

Nein, keine Bange, dies bleibt ein deutschsprachiges Blog, aber manche Sachen kann man anglophon eben doch eleganter ausdrücken.  Zum Beispiel diese meine Ansicht, daß dieses mein Freitagstexterkatzenbild nun wirklich viele, viele Möglichkeiten bot.  In die Kommentare geschafft haben es davon leider nur zwei, aber ich will mal nicht undankbar erscheinen: das sind immerhin 100% mehr als beim letztenmal hier und sogar ∞% mehr als beim letztenmal überhaupt.

Leider außer Konkurrenz, da ohne Blogadresse, kam der Beitrag von StefanSK: „Hot Dogs waren gestern.“  Sehr hübsch, kurz und prägnant, so gefällt das.  Aber den Pokal staubt trotzdem derchristoph ab, sozusagen defaultmäßig als einziger Teilnehmer mit Blogadresse, aber trotzdem alles andere als unverdient, wenn auch mit eigenwilliger Rechtschreibung:

Das neue Sheba Chilly ist voll der Burner.

Ja, und so geht der Pokal endlich mal wieder auf eine etwas weitere Reise als auf die Pendeltour zwischen Noone.org und Schlabonskis Welt.  Machs gut, olle Blechschüssel — und vielleicht sieht man sich ja irgendwann mal wieder.

Weiter gehts dann also am Freitag beim Christoph, Verzeihung, bei derchristoph … nee, das funktioniert nicht, nochmal von vorn.  Nächster Ausrichter des Freitagstexters ist dann also derchristoph in seinem niegelnagelneuen Blog.  So geht das.  Man folge dem Wegweiser!

Freitagstexter V (mit Katzenbild!)

Nachdem der letzte Freitagstexter drüben bei Axel völlig unverdient auf nahezu völlige Ignoranz gestoßen ist, wenn man von meinem außerkonkurrenzlichen Kommentar und einem ohne Blogadresse absieht, haben wir uns drauf geeinigt, daß ein neuer Versuch angebracht sei.  Die stolze Tradition des Freitagstexters — seit mehr als 12 Jahren gibt es den, was in Internetjahren ungefähr ein halbes Erdzeitalter ist! — hat es nicht verdient, so sang- und klanglos unterzugehen!  Und was eignet sich besser zum Erzeugen von Resonanz als ein Katzenfoto?  Bitteschön:

Mehr kann ich nicht tun.  Doch: die Regeln nochmal aufschreiben kann ich, obwohl sie auch beim Wortmischer stehen.  Es gilt, eine Bildunterschrift zu finden und als Kommentar unter diesem Artikel zu posten.  Ob diese lang ist oder kurz, wirr oder sachlich, familientauglich oder expletiv, humorvoll, ernst, albern oder nachdenklich, all das ist Geschmackssache sowohl des Schreibers als auch des Unterzeichneten, denn letzterer prämiert dann am kommenden Dienstag völlig subjektiv den Sieger.

Um am Wettbewerb teilzunehmen, muß dabei zwingend eine Blogadresse angegeben werden — normalerweise natürlich die eigene, aber man kann sich natürlich auch ein Gastgeberblog suchen und dort einen Gastkommentar schreiben.  (Wer keins hat und keins kennt, kann auch gern hier!)  Denn am Sieger oder natürlich der hier stets mitgemeinten Siegerin ist’s dann, in ebenjenem Blog am nächsten Freitag die nächste Runde des Wettbewerbs auszurichten.

Also laßt mich nicht hängen und Eurer Kreativität freien Lauf!

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