TOOLS / TERMINAL

Neues Jahr, neues Terminal – Ghostty im Alltagstest

Ghostty ist der neue Terminal-Emulator von Mitchell Hashimoto (dem Vagrant/Terraform-Typen) und hat kurz nach Release die Developer-Twitter-Blase ein bisschen in Aufruhr versetzt. GPU-beschleunigt, native auf Linux und macOS, minimale Konfiguration. Ich hab's ausprobiert weil Alacritty bei mir ein Rendering-Problem mit bestimmten Fonts hatte das seit Monaten ungefixt war.

Installation und Konfiguration

Auf Debian ist die Installation etwas manueller als bei anderen Tools – kein offizielles Apt-Repository zum Zeitpunkt meines Tests, also Binary aus dem Release oder selbst kompilieren. Das hat zwanzig Minuten gedauert, kein Drama.

Die Config ist eine einzelne Textdatei unter ~/.config/ghostty/config:

# ~/.config/ghostty/config font-family = "JetBrains Mono" font-size = 13 theme = "GruvboxDark" window-padding-x = 8 window-padding-y = 6 shell-integration = zsh

Was gut ist

Schnell. Wirklich schnell. Ich hab Alacritty vorher für schnell gehalten – Ghostty ist nochmal einen Tick fixer beim Rendern von viel Output, cat auf großen Dateien zum Beispiel. GPU-Beschleunigung merkt man.

Die Shell-Integration ist elegant: automatisches Title-Update, Cursor-Position-Tracking, bessere Scrollback-Navigation. Kleine Dinge, aber sie summieren sich.

Was fehlt

Ein paar Kleinigkeiten die Alacritty hatte: spezifischere Keybinding-Konfiguration, bestimmte URL-Öffnung-Optionen. Nichts Kritisches, aber man merkt's nach dem Wechsel.

Fazit: Ghostty läuft bei mir jetzt seit drei Monaten als Haupt-Terminal. Ich hab Alacritty nicht vermisst. Das ist eine klare Aussage.


← zurück zu Tools   📂 Archiv