JAVASCRIPT / REACT

Warum ich React immer noch nicht mag – aber es trotzdem benutze

Ich benutze React. Das ist inzwischen eine Tatsache meines Entwickleralltags so wie Montags-Meetings und Kaffee der zu heiß war und jetzt zu kalt ist. Man arrangiert sich.

Was mich wirklich stört

JSX. Ich weiß dass das Gewöhnungssache ist. Ich weiß dass viele Entwickler das inzwischen als "ganz normal" empfinden. Für mich sieht es immer noch aus wie HTML das mit JavaScript gestritten hat und verloren hat. className statt class, htmlFor statt for – weil JavaScript-Reserved-Words. Es funktioniert. Es irritiert mich trotzdem.

useEffect. Der Hook ist mächtig und wichtig und ich hab ihn schon hundertmal falsch benutzt. Dependency-Arrays die nicht vollständig sind, Cleanup-Funktionen die vergessen werden, Effects die öfter feuern als erwartet. Nicht weil ich es nicht verstehe – ich versteh es inzwischen – sondern weil das mentale Modell davon nicht intuitiv ist.

Was tatsächlich gut ist

Das Komponenten-Modell ist wirklich gut durchdacht. Einmal verstanden, ist es konsistent und vorhersehbar. Das Ökosystem ist riesig – für fast jedes Problem gibt es eine Bibliothek, eine Lösung, einen Stack-Overflow-Antwort.

Und für komplexe interaktive UIs mit viel State ist React tatsächlich das richtige Werkzeug. Wenn man viele Komponenten hat die auf geteiltem State reagieren müssen, wenn es eine komplexe Nutzerinteraktion gibt – dann zahlt sich der Overhead aus.

Wann ich kein React nehme

Für einfache Seiten mit ein bisschen Interaktivität. Für Seiten die hauptsächlich statischen Content zeigen. Für Projekte wo kein Team-Standard React vorschreibt. In diesen Fällen: Vanilla JS. Es tut nicht weh, ich verspreche es.


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